Analytics: Audi setzt auf Schwarmdaten

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Audi nutzt hochpräzise Schwarmdaten zur Verbesserung seines Car-to-X-Dienstes „Lokale Gefahreninformation“. Bei der neuen Version kommt eine Car-to-Cloud-Anwendung zum Einsatz. Die Technologie kann kleinste Veränderungen der Fahrbahn-Haftung erkennen, die Daten zur Verarbeitung in die Cloud hochladen und nachfolgende Fahrern nahezu in Echtzeit zum Beispiel vor Straßenglätte warnen.

Der Hersteller greift dafür auf die Lösung von NIRA Dynamics AB aus Schweden zurück. Auf dieser Basis haben beide Unternehmen gemeinsam mit Volkswagens Car.Software-Organisation und mit Here Technologies die Gefahreninformation weiterentwickelt.
Im Auto kann das System den zwischen Reifen und Fahrbahn vorhandenen Reibwert anhand des Radschlupfs abschätzen. Dafür nutzt es Fahrwerkssignale wie Raddrehzahl oder Beschleunigungswerte. Es ist bereits in normalen Fahrsituationen permanent aktiv und nicht erst in physikalischen Grenzbereichen, die ein Eingreifen der Fahrwerksregelsysteme erfordern würden. Die Sensordaten sind anonymisiert – bereits im Auto selbst und zusätzlich in der von NIRA Dynamics gehosteten Cloud, an die sie übermittelt werden. Die dort aggregierten Daten werden mit Metadaten wie aktuellen Wetterinformationen oder Erfahrungswerten kombiniert und anschließend von einem NIRA-Server an den Dienstleister Here Technologies weitergeleitet. Dort werden sie in die Here-Standortplattform integriert, die das Straßennetz als präzises dreidimensionales Modell darstellt.
Die Server von Here senden die Warn-Informationen in die Autos, die sich in Gegenden mit schlechten Bedingungen befinden oder sie ansteuern. Fahrerinnen und Fahrer sehen sie als Warnung im Audi virtual cockpit oder im optionalen Head-up-Display.

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Quelle: intellicar.de