Analytics: Mit Big Data zu neuen Mobilitätsdiensten

Interessanter Artikel wie Continental mit Big Data neue Mobilitätsdienste entwickeln will.

Das 1871 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Hannover steckt längst im nächsten Umbruch, ausgelöst durch die disruptiven Veränderungen in der Automobilbranche. Wachstumschancen sieht der Konzern heute unter anderem in Mobilitätsdienstleistungen und im Bereich automatisiertes Fahren. Die IT spielt dabei eine zentrale Rolle. "Früher war IT bei Continental ein reiner Kostenfaktor", erinnert sich Eigler. Seit gut drei Jahren sei die Wahrnehmung eine andere. "Die IT darf jetzt auf der Hauptbühne auftreten."Mit dem digitalen Wandel stiegen allerdings auch die Erwartungen an die IT-Verantwortlichen. Continental habe sich bewusst gegen die Position eines zentralen Digitalchefs entschieden, so Eigler. Stattdessen setze man auf viele engagierte Köpfe, die die DigitalisierungDigitalisierung in ihren Bereichen vorantrieben. Dieses dezentrale Modell passe besser zur Konzernstruktur. Die ersten Auswirkungen des Wandels zeigten sich, als Continental begann, klassische Produkte mit Software anzureichern. Für den gelernten Betriebswirt Eigler steckt dahinter aber noch kein digitaler Wandel, sondern eher eine klassische Produktentwicklung. Digitalisierung beginnt aus seiner Sicht mit dem Begriff Servitization: "Wir sammeln produktnah Daten und generieren daraus Services."
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Die Unternehmens- und IT-Fakten der Continental AG.Foto: Continental AGContinental sei für diese Aufgabe gut aufgestellt, denn: "Im Internet der Dinge sind wir diejenigen, die die Dinge machen. Und die erzeugen wiederum einen kontinuierlichen Datenstrom." Ein Beispiel dafür ist der "konnektierte Reifen", der mit Hilfe von Sensoren Daten erfasst und an das Backend schickt. Daraus lassen sich Datenservices entwickeln, die beispielsweise für Flottenbetreiber interessant sein können.Einen Schritt weiter gehen die "Mobility Services", an denen die Niedersachsen arbeiten. Eigler: "Dahinter verbergen sich ganz neue Geschäftsmodelle, die sich fast ausschließlich auf Daten beziehen." Hinzu kommen nach innen gerichtete Initiativen im Bereich "Smart Factory". Hier dreht sich alles um Effizienz, sprich: um optimierte Prozesse in Fertigung und Logistik.

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