Analytics: Zu wenige Mitarbeiter können Daten auswerten!

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Die Bedeutung von datengetriebenen Geschäftsmodellen nimmt deutlich zu. Vermutlich werden Daten bald mehr wert sein, als das Auto. Doch es gibt zu wenig Mitarbeiter, die diese Daten auswerten können und neue Geschäftsmodelle bereichsübergreifend erkennen und gestalten können.

Die Datenmengen wachsen unaufhaltsam, jede Sekunde, weltweit. Den Marktexperten von IDC zufolge soll das globale Datenvolumen bis 2025 auf 163 Milliarden Terabyte steigen – das wäre eine Verzehnfachung gegenüber 2016. Ein immer größerer Teil dieser Daten wird von Unternehmen erfasst. Systematisch aufbereitet und analysiert, helfen ihnen Daten in vielen Bereichen, Prozesse zu optimieren, ihre Produkte und Services an die Bedürfnisse der Kunden anzupassen und die zunehmende Komplexität in den Griff zu bekommen.

Das haben auch deutsche Unternehmen erkannt, wie eine aktuelle Umfrage von IDG Research im Auftrag von Tableau unter 162 Entscheidern belegt. Demnach glauben 43 Prozent der Befragten, dass die Fähigkeit ihres Unternehmens, Daten zu analysieren, in den nächsten fünf Jahren „sehr wichtig“ wird. 37 Prozent schätzen sie sogar als „geschäftsentscheidend“ ein. Optimierungspotenziale sehen die Befragten in vielen Bereichen – vor allem aber im Vertrieb und im Marketing, in der IT-Abteilung, dem Bereich Finanzen/Controlling, sowie in der Geschäftsleitung.

Allerdings sind die wachsenden Datenmengen nicht nutzbringend zu bewältigen, wenn ihre Analyse – wie vielerorts noch üblich – ausschließlich an die IT-Abteilung oder ein Team von Business-Intelligence-Experten delegiert wird. Der Zeitaufwand ist einfach zu groß. Um ohne lange Wartezeiten an wichtige Ergebnisse zu kommen, müssten die Fachabteilungen selbst in der Lage sein, ihre Daten auszuwerten. Bei einfacheren Analysen, auf die ein großer Teil der Datenarbeit entfällt, ist dies dank leicht zu bedienender Selfservice-Analytics-Software auch kein Problem mehr.

Trotzdem herrscht noch Nachholbedarf, wie die Erhebung zeigt: Nur in 14,2 Prozent der Firmen können alle auf Daten angewiesenen Mitarbeiter die für sie relevanten Informationen selbst aus den Datenfluten ziehen, sie gezielt untersuchen und in Erkenntnisse mit geschäftlichem Nutzen verwandeln. Immerhin in einem Fünftel der Unternehmen kann „ein großer Teil“ der Mitarbeiter Daten selbst auswerten.

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Quelle: www.capital.de