Autonomes Fahren: Continental trainiert autonome Autos mit Deep Learning

Continental nutzt Deep-Learning, um autonome Autos zu trainieren.

Autos sollen so intelligent werden, dass sie sowohl ihre Fahrer als auch ihre Umwelt verstehen. Auf der CES Asia in Schanghai zeigt Zulieferer Continental derzeit, wie das geht.
Es ist wie im richtigen Leben: Wer ein Auto steuern möchte, muss in die Fahrschule gehen und in einer Prüfung zeigen, dass er alle Verkehrssituationen perfekt beherrscht. Gleiches gilt für autonome Fahrzeuge: Bevor sie die Aufgaben des Fahrers vollständig übernehmen können, müssen sie ein Verständnis für die Aktionen aller Verkehrsteilnehmer entwickeln – nur dann werden Pilotsysteme und hochentwickelte Fahrerassistenzfunktionen im Zusammenspiel die richtigen Entscheidungen treffen.
Stand heute müssen die Algorithmen mithilfe spezieller Deep-Machine-Learning-Methoden trainiert werden. Zulieferer Continental zeigt diese Woche auf der CES Asia in Schanghai eine Computer-Vision-Plattform, die künstliche Intelligenz, neuronale Netze und maschinelles Lernen einsetzt, um bereits fortschrittliche Sensortechnologien noch weiter zu verbessern. In der fünften Generation der Multifunktionskamera von Continental, die 2020 in Produktion gehen wird, kommen neben klassischen Computer-Vision-Verfahren auch neuronale Netze zum Einsatz. Sie lassen sich je nach Hardware-Ausstattung skalieren und verfeinern durch intelligente Algorithmen das Szenenverständnis für die Intentions- und Gestenklassifikation von Fußgängern.
„Für die Übernahme menschlicher Aufgaben spielt KI eine große Rolle. Mit KI-Software wird das Fahrzeug in der Lage sein, auch komplexe und nicht vorhersehbare Verkehrssituationen zu interpretieren – es geht nicht mehr darum, was vor dem Fahrzeug ist, sondern was könnte kommen“, sagt Karl Haupt, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrerassistenzsysteme bei Continental. „Wir verstehen KI als Schlüsseltechnologie gerade für das automatisierte Fahren. KI ist Teil der automobilen Zukunft.“
Ein automatisiertes Fahrzeug muss in der Lage sein, wie ein Fahrer zu agieren, der die Umgebung mit seinen Sinnen wahrnimmt, Informationen mit seiner Intelligenz verarbeitet, Entscheidungen trifft und sie mit Händen und Füßen in die Bedienung des Autos umsetzt. Dabei ist eine Leistungsfähigkeit gefordert, die der des Menschen mindestens ebenbürtig ist. Künstliche Intelligenz eröffnet bei der Computer-Vision-Plattform neue Möglichkeiten: KI kann beispielsweise Personen erkennen und ihre Absichten und Gesten deuten. Continental nutzt die KI-Technologie, um Fahrzeugsystemen menschliche Stärken zu geben.

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Quelle: www.car-it.com