Autonomes Fahren: Das letzte Prozent „ist ein dickes Brett“

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Autonomes Fahren gilt als ein großer Mobilitätstrend der näheren Zukunft. Heute mal ein spannender Statusbericht.

Beim autonomen Fahren sieht Professor Bratzel die Google-Schwester Waymo weit vorn, die Roboter-Taxis in Phoenix in Arizona fahren lässt. Bei Serienautos sieht Audi-Chef Markus Duesmann ein anderes US-Unternehmen an der Spitze: „Beim Thema Rechner und Software-Architektur hat Tesla sicher zwei Jahre Vorsprung, beim automatisierten Fahren auch“, sagte Duesmann dem „Handelsblatt“.

Tesla habe eine Software entwickelt und anschließend ein Auto drumherum gebaut, erklärt Bratzel. Nun kann es automatisch die Spur wechseln, von der Autobahn abfahren und Stoppschilder erkennen. Nachbesserungen, Updates, neue Funktionen spielt Tesla per Funk auf. Außerdem „trauen sie sich ein bisschen mehr“, sagt Bratzel. Mitunter auch zu viel. Das wurde zum Beispiel bei einem Unfall deutlich, als ein Tesla vom „Autopiloten“ ungebremst in einen Lastwagen gesteuert wurde.

Große Unterschiede zwischen Auto- und Tech-Industrie
Hier sieht Professor Mario Trapp, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Kognitive Systeme (IKS), einen großen Unterschied zwischen den deutschen Autobauern und den High-Tech-Konzernen in Kalifornien. Die IT-Welt und ihre Nutzer seien weniger Qualität gewohnt. „Dass Apps abstürzen und Webdienste nicht immer reibungslos funktionieren, ist quasi selbstverständlich. Mit der Übernahme der Technologie hat letztlich auch deren Qualitätsmaßstab Einzug gehalten.“ Für die traditionellen Autobauer seien aber Qualität und Sicherheit wichtiger als die fortschrittlichen Features. Für sie sei entscheidend, „tödliche Unfälle durch Softwarefehler auszuschließen“.

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