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Autonomes Fahren: Die Chancen der klassischen Hersteller sind besser als gedacht

Wer macht das Rennen um das selbstfahrende Auto? Die Chancen der klassischen Hersteller sind besser als gedacht – während Tesla und Apple überraschend Probleme haben.

Wie schnell aus Leadern Loser werden können, zeigt das Beispiel Tesla. Der kalifornische Elektroauto-Spezialist galt lange als führend bei der Umsetzung der neuesten Autonomie-Technologie in Serienfahrzeugen. Fans und Branchenbeobachter bejubelten die Fähigkeit des Model S, dem Fahrer über längere Strecken die Arbeit abzunehmen.
Erst der tödliche Unfall in den USA vor anderthalb Jahren, bei dem das System einen querenden Lkw übersehen hatte, deckte das Geheimnis der Amerikaner auf: Sie reizten die bestehende Technik bis zum Anschlag aus. Zwar wies Tesla seine Kunden offiziell darauf hin, dass der "Autopilot" den Fahrer lediglich unterstützen könne, doch viele Kunden drückten nur zu gerne die entsprechende Taste – und sich selbst vor der Wachsamkeit. Der junge israelische IT-Spezialist Mobileye, der das System zum Großteil beisteuerte, sah dadurch seinen guten Ruf gefährdet und kündigte die Zusammenarbeit auf.

Ohne das Know-how von Mobileye aber fiel der E-Autohersteller im Rennen um das autonome Auto schnell zurück. Wer hier zu den führenden Firmen zählt, hat jetzt das Chicagoer Beratungsunternehmen Navigant untersucht – Tesla taucht in den Top Ten gar nicht auf. Stattdessen finden sich dort Namen, die schon seit Jahrzehnten die Autobranche beherrschen: General Motors und Ford, Daimler und VW. Auf Platz sechs ein Konglomerat um BMW, Fiat-Chrysler und Intel. Hier wird künftig auch der bisherige Tesla-Zulieferer Mobileye mitmischen. Ein Seitenwechsel mit Aussagekraft.

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