Autonomes Fahren: Erste Tests in München auf Basis des VW ID Buzz AD

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Volkswagen Nutzfahrzeuge forciert seine Zusammenarbeit mit Argo AI und Moia. Schon in vier Jahren will der Konzern autonome Robo-Shuttles serienreif haben. Christian Senger, Leiter Entwicklung autonomes Fahren, erklärt im Interview die nächsten Schritte.

Herr Senger, schon in vier Jahren will Volkswagen autonome Robo-Shuttles auf Basis des ID Buzz serienreif haben. Was sind die nächsten großen Schritte in diesem Projekt?

Argo AI beginnt jetzt mit den Tests auf Basis des ID Buzz AD. Dazu werden Prototypen mit dem Self-Driving-System von Argo AI ausgestattet, unterschiedlichste Verkehrssituationen simuliert und das ideale Fahrverhalten dazu programmiert. Auf dem neuen Argo-Testgelände am Münchner Flughafen werden die Fahrmanöver dann immer wieder erprobt und auch mögliche Störungen durch Dritte simuliert. Erst wenn das autonome Fahren einwandfrei funktioniert, werden die Tests auf öffentlichen Straßen mit einem Sicherheitsfahrer fortgesetzt. Im nächsten Schritt testen wir dann in den ersten Einsatzgebieten sowohl das Fahren selbst als auch das sichere Befördern von Testkunden, die ihre Fahrt wie heute bei Moia per App buchen.

Wann rechnen Sie mit dem autonomen Transport von Gütern, etwa mit einem ID Buzz AD Cargo?

Transport as a Service wird in einem Arbeitsmarkt, in dem der Bedarf an Fahrern bei weitem das Angebot übersteigt, die entscheidende Lösung sein, um Wachstum in der Paket-Express- und Kurierbranche zu ermöglichen. Denn erst wenn ein Paketzusteller – anders als heute – keinen Führerschein mehr benötigt und zum Passagier wird, der sich voll auf seine Auslieferungs-Reihenfolge und den jeweils nächsten Kunden konzentrieren kann, wird der Job für weitere potenzielle Bewerber interessant werden. Wir arbeiten für unsere Logistikkunden hier an entsprechenden autonomen Fahrzeugkonzepten.

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