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Autonomes Fahren: Die Level der Automatisierung und ethische Fragen

Welche ethischen Fragen stellen sich bei Autonomen Fahrzeugen? Schauen wir es uns an.

Wer soll entscheiden, ob das autonome Auto, wenn eine Unfallsituation nicht mehr vermeidbar ist, erst die eigenen Insassen schützt oder die Mutter mit Kinderwagen, die es zu überfahren droht? Wie kann man dem Computer antrainieren, zur Vermeidung eines solchen Unfalls eine Verkehrsregel, wie das Überfahren einer durchgezogenen Mittellinie, zu brechen?Auch Airbags und Gurte müssen neu erdacht werdenHier weicht Hochreiter aus: “Juristen denken an den Einzelfall. Maschinen haben jedoch das Ziel, die Gesamtzahl der Verkehrstoten und -verletzten zu minimieren.„ Eine richtige Meinung klingt anders. Man könnte auch noch anmerken, dass das Computergehirn des selbstfahrenden Autos den Menschen auf der Straße anders wertet als die Passagiere an Bord – denn die profitieren ja von den Knautschzonen und Sicherheitseinrichtungen des Fahrzeugs.Auch hier muss übrigens weitergedacht werden. Denn die aktuellen Rückhaltesysteme sind auf einen fest definierten Zustand von Fahrer und Passagieren ausgelegt. Wenn die jetzt aber in Liegesesseln entgegen der Fahrrichtung Zeitung lesen, müssen die Systeme für die passive Sicherheit im Auto auch diese Situation erkennen und bedienen können.Datenschutz als Herausforderung Foto: Bernd ConradZukünftige Autos wie von Byton sammeln viele Daten über Fahrer und Passagiere.Ein wichtiger Aspekt bei der Betrachtung des zukünftigen Verkehrs ist natürlich der Datenschutz. Selbstfahrende Autos, die jede Strecke und weitere Parameter wie die Anzahl der Passagiere bis hin zu deren direkter Identifikation aufzeichnen, sind eine wertvolle Datenbank.Autohersteller können mit diesen Daten neue Services anbieten, darunter zum Beispiel individuelle Entertainmentprogramme für die Zeit im selbstfahrenden Auto.Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan geht davon aus, dass mit der dadurch erzeugten Monetarisierung von Daten im Jahr 2025 Umsätze von bis zu 33 Milliarden US-Dollar (ca. 27 Milliarden Euro) von den Autoherstellern generiert werden können. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz aus gesammelten Daten bei zwei Milliarden US-Dollar (ca. 1,62 Milliarden Euro).Autoversicherungen dürften Daten für die Berechnung von Versicherungstarifen, die den Fahrstil berücksichtigen, kaufen, Medienkonzerne Interesse an der direkten Ansprache von Kunden haben.Frost & Sullivan geht davon aus, dass Autohersteller im Zeitraum von 2020 bis 2025 ihre Daten-Ökosysteme konsolidieren werden. Nur so können die anfallenden Daten zentral gesammelt und damit auch kontrolliert werden.

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