Autonomes Fahren: Für Yandex ist die Fahrt in Las Vegas fast zu einfach

Heute schauen wir uns mal autonomes Fahren von Yandex aus Russland an. Beeindruckend!

Der Mann hinter dem Lenkrad schmunzelt, als er die Frage hört. Wie oft muss er das Steuer übernehmen, um einen Unfall zu verhindern? „Gar nicht“, sagt Pavel Vorobev, Ingenieur des russischen Internetkonzerns Yandex. „Wie sind hier schließlich in Las Vegas.“ Vorobev sitzt in einem autonomen Wagen, der über die Straßen in der Nähe der Vergnügungsmeile rollt. Als Aufpasser, falls den Algorithmen ein Fehler unterläuft, falls sie einen Fußgänger übersehen, falsch abbiegen wollen oder an eine Kreuzung geraten, an der die Ampeln ausgefallen sind. Er wolle nicht überheblich klingen, sagt Vorobev, aber die Wüstenstadt in dem US-Bundesstaat Nevada sei keine Herausforderung. „Hier scheint die Sonne, hier gibt es nur wenige Fußgänger, alle halten sich an die Verkehrsregeln.“ Für den Ingenieur und seine Computer ist das im Grunde langweilig. Und so hebt er nur einmal zu Beginn der Fahrt seinen Finger und berührt den Startknopf auf dem iPad-Display, das am Armaturenbrett klemmt. Dann rollt der umgebaute Toyota Prius aus der Parkgarage heraus, biegt links auf die Harmon Avenue, gibt Gas. Vorobev hat seine Hände auf die Oberschenkel gelegt und wird sie bis zum Ende der Fahrt nicht mehr anheben. Auch die Pedale berührt er nicht. Der Prius bremst und beschleunigt selbst, das Lenkrad dreht sich wie von Geisterhand.

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