Autonomes Fahren: NVIDIA nutzt simulierte Umgebung Drive Sim, um autonome Fahrsysteme zu testen

NVIDIA testet autonomes Fahren zuerst im Simulator. Interessantes Konzept, gerade vor dem Hintergrund der tödlichen Unfälle in den USA letztens.

Die Auto-KI lernt mit einem Drive Constellation genannten System in einer virtuellen Welt das Fahren. Das kann man am einfachsten mit einem Rennspiel vergleichen, in dem das Auto vom Computer über eine sich dynamisch ändernde Strecke gesteuert wird. Damit sind tagelange Fahrten im Dauerregen oder eben im Sonnenuntergang möglich, die in der Wirklichkeit deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen würden.

Praktisch wird die digitale Fahrschule mit zwei Servern gelöst. Auf dem ersten, Drive Sim genannt, befindet sich die digitale Welt, durch die die KI das Auto steuert. Nvidia Drive Pegasus steckt in einem zweiten Server, der die künstliche Fahrerintelligenz simuliert. Der Drive Xavier Nachfolger-Chip für autonomes Fahren soll zwei Xavier-Chips und zwei GPUs aus einer noch nicht näher spezifizierten Volta-Folgegeneration in sich vereinen. Per Hardware-Interloop sind beide miteinander verbunden und updaten sich gegenseitig 30 Mal pro Sekunde.

Eine erste Demo beeindruckte: Die KI analysiert mit einer Fülle von Wahrnehmungsroutinen, was vor sich und in den Außen- beziehungsweise im Rückspiegel zu sehen ist und reagiert entsprechend darauf. Mit einem Tastendruck ist die Sonne am Horizont verschwunden und das virtuelle Auto macht eine Nachtfahrt. "Lidar, Radar, all das können wir simulieren", erklärt Jensen Huang. Selbst physikalisch korrekt blinkende Polizeiblaulichter, durch die dann der KI-Fahrer wie ein Mensch geblendet sein kann.

Huang ist sich sicher, dass wir bald Tausende dieser virtuellen Fahrschulen sehen werden. 10.000 davon würden, so Huang, gleich drei Milliarden Meilen im Jahr bewältigen – dreimal so viel, wie man sie für 770 Unfälle benötigt. Ab dem dritten Quartal 2018 soll Drive Constellation startbereit sein.

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