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Autonomes Fahren: Sind Senioren die logische Zielgruppe?

Sind Senioren die logische Zielgruppe für das Autonome Fahren? Interessante Frage.

„Rentner-Kommunen sind der perfekte Startplatz für das echte fahrerlose Auto“; erläutert Voyage-Gründer Oliver Cameron in seinem Blog. Er glaube sogar, sie seien auf absehbare Zeit die einzigen Orte, wo das autonome Fahren funktioniere.

Der Verkehr in der Rentnerstadt „The Village“ ist überschaubar. Autonome Autos werden gern als Mobilitätsprojekt für die Generation Internet beworben. Ihre naheliegendste Zielgruppe ist aber eine ganz andere, nämlich Senioren. Der Verkehr in The Villages ist übersichtlich Die Voyage-Mobile sind Alternative zum eigenen Auto oder zu den allgegenwärtigen Golf-Carts. Die autonomen Taxis haben es im Senioren-Ort leicht.
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Vor allem zwei Gründe sprechen nicht nur in seinen Augen für die Rentner-Siedlungen. Zunächst sind sie – mehr noch als ältere US-Städte – auf dem Reißbrett konzipiert und entsprechend leicht für die Roboterautos zu lesen. Die Tempolimits sind niedrig, die Straßenführung ist auf die Sicherheit der Bewohner ausgelegt und die Verkehrsdichte gering. Spielende Kinder auf der Straße gibt es faktisch nicht – alle unter 19 brauchen einen Besucherpass und dürfen höchstens 30 Tage bleiben.

Neben den ruhigen Verkehrsbedingungen sind die Bewohner das größte Plus. Die älteren Menschen wollen mobil sein, möchten sich häufig aber nicht mehr mit einem eigenen Auto belasten. Viele fühlen sich auch gar nicht mehr fit genug, selbst zu fahren. In den Villages ist also nahezu jeder Einwohner ein potenzieller Voyage-Kunde. Die Feindschaft, die den Roboterautos aktuell in anderen US-Städten entgegenschlägt, gibt es nach Unternehmensangaben bei den Florida-Senioren nicht. Im Gegenteil: Die Roboter sind keine potenzielle Gefahr, sondern herzlich willkommen. Eine perfekte Umgebung trifft auf die perfekten Kunden – für Mobilitätsdienstleister ein Paradies. Und ein Wachstumsmarkt: Senioren-Residenzen liegen in den USA schwer im Trend.

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