Autonomes Fahren: Sparpotenzial im Milliarden-Bereich

Nach einer vom Industrie- und Handelskammertag (DIHK) beauftragten Studie könnte die deutsche Wirtschaft durch das automatisierte Fahren einen Mehrwert von mindestens 8 Milliarden Euro generieren.

Langfristig sei bei weiteren Fortschritten mit Kostensenkungen von mindestens 15 Milliarden Euro pro Jahr zu rechnen. Das liege unter anderem an erhöhten Nutzungskapazitäten auf deutschen Autobahnen. Autonome Technologie sorgt hier für 10 Prozent, an Verkehrsknotenpunkten sogar für 20 Prozent mehr Leistungsvermögen.
Große Einsparpotenziale liegen auch im Bereich der Verkehrsunfälle. Nach Berechnungen könnten durch selbstfahrende Fahrzeuge Unfallkosten in Höhe von bis zu 1,45 Milliarden Euro vermieden werden. Von diesem Zugewinn an Sicherheit würden im Mischverkehr auch Fahrer mit konventionellen Fahrzeugen sowie Motorradfahrer und Fußgänger profitieren.
Zudem werde das autonome Fahrens noch weitere positive Auswirkungen haben, prophezeien die Studienautoren. So ergäben sich inbesondere für dünn besiedelte ländliche Räume neue Perspektiven: „Durch die verbesserte Mobilität erhöht sich die Attraktivität dieser Regionen als Wirtschaftsstandort“, unterstreicht DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben in einem Interview.

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