Autonomes Fahren: „Viele unterschätzen den nächsten Technologiesprung“

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Sehr interessantes Interview mit Johann Jungwirth, Vice President Mobility-as-a-Service (MaaS) bei Mobileye.

Herr Jungwirth, welche Geschäftsmodelle sind künftig für Mobileye wichtig?
Wir haben vier Geschäftsmodelle geplant. Wir werden weiterhin unsere Technik bis zu den Automatisierungsstufen 4 und 5 an Automobilhersteller verkaufen, analog zu der Technik für Fahrerassistenzsysteme, die wir heute vertreiben. Als neues Modell rüsten wir Fahrzeuge auf Level 4 um – beispielsweise als selbstfahrende Taxen, Limousinen oder Shuttles. Diese Fahrzeuge können wir Betreibern wie Verkehrsbetrieben oder Mietwagenfirmen anbieten. Auch ein eigener Betrieb in ausgewählten Städten ist geplant. Diese werden wir dann über die Moovit-App als Mobilitätsdienstleistungen anbieten. Sie können optional über eine B2B-Schnittstelle in die Netzwerke von Anbietern wie Uber oder Lyft eingebunden werden.

Wie sieht Ihr Zeitplan dafür aus?
Unser Ziel ist, ab 2022 unsere Fahrzeuge ohne Sicherheitsfahrer betreiben zu können und mit entsprechenden Flotten Mobilitätsdienste anzubieten. Parallel bieten wir unseren Partnern unser System für automatisiertes Fahren nach Level 4 und 5 an. Diese Fahrzeuge müssen dann kein Lenkrad mehr haben. Unser Self-Driving-System für privat genutzte Pkws wird voraussichtlich ab 2025 verfügbar sein. Wir gehen davon aus, dass im nächsten Jahr in Deutschland der gesetzliche Rahmen geschaffen wird, der uns erlaubt, Fahrzeuge mit Level-4-Technik für den öffentlichen Straßenverkehr zuzulassen.

Welchen Stellenwert hat dieses Gesetz für den Standort Deutschland?
Dieses Gesetz kann Deutschland zu einem der weltweit führenden Märkte für diese Technik machen. Das hängt davon ab, wie die Gesetzgebung konkret aussieht.

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