Autonomes Fahren: Volkswagen steigt bei LiDAR-Startup Aeva ein

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Der Volkswagen-Konzern hat über seinen Großaktionär Porsche SE ein “signifikantes Investment” in das 2017 gegründete Lidar-Start-up Aeva aus dem Silicon Valley getätigt. Aeva will jene radträgergroßen Dachaufbauten ersetzen, mit deren Hilfe Roboterautos durch den Verkehr navigieren, und weniger als ein Zehntel bisheriger Systeme kosten.

Der von Aeva entwickelte Chip soll auf kleinstem Bauraum einen kompletten Lidar-Sensor enthalten – also jene Laserradartechnologie, mit deren Hilfe selbstfahrende Autos ihre Umwelt im Umkreis von mehreren hundert Metern scannen und ein 3D-Abbild erstellen.

Aevas Chip sei die “beste Lidar-Lösung auf dem Markt”, erklärte VW-Manager Alexander Hitzinger gegenüber der “Financial Times”. Das Start-Up habe es geschafft, sämtliche Lidarkomponenten auf einem Chip unterzubringen – damit werde die Sensorentechnik endlich “hoch skalierbar”, meint Hitzinger, in schönstem Tech-Sprech. Bisher verfügbare Lidar-Systeme haben zwei Nachteile: Sie benötigten bislang permanent kreisende Scanner an einem möglichst hohen Punkt der Fahrzeuge, also auf dem Fahrzeugdach. Die Dachaufbauten sehen nicht nur seltsam aus, sie sind auch bislang ziemlich teuer. So gab Googles Selbstfahrtochter Waymo vor zwei Jahren an, dass sie die Kosten pro Lidar-Einheit auf 7500 Dollar gedrückt habe – von zuvor 75.000 Euro.

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