Connected Car: Daimler, VW und BMW entwickeln eigene Betriebssysteme

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Gute Zusammenfassung der Software-Pläne von Daimler, VW und BMW und worin sich die Unternehmensstrategien unterscheiden.

Leistungsstarke Verbrennungsmotoren scheiden als Alleinstellungsmerkmal von Deutschlands Vorzeigeindustrie aus. Schlimmer noch: Mit Elektroantrieben können sich die Hersteller kaum vom Wettbewerb differenzieren. „Das ist Me Too“, sagt ein hochrangiger Branchenvertreter. Beim Design und Karosseriebau sind Daimler, BMW und Volkswagen zwar führend. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal bietet künftig aber die Software.

Das Auto der Zukunft fährt mit einem Zentralcomputer, einer obersten Instanz für Motor, Klima und Navigation. Ständig mit dem Internet verbunden, tauscht es Daten aus und wird so zum Ausgangspunkt neuer Geschäftsmodelle. Software wird damit zur Überlebensfrage für die Industrie – und ausgerechnet hier hinkt das heimische Trio Angreifern wie Tesla hinterher.

In den Konzernzentralen in Wolfsburg, Stuttgart und München rollt die Gegenoffensive an. „Tech oder Tod“, lautet die Parole von VW-Chef Herbert Diess. „Autos werden zu Smartphones auf Rädern“, bekundet Daimler-Chef Källenius. Und BMW-Boss Oliver Zipse hält seine Industrie für weit mehr als reine „Blechbieger“. Drei Manager – eine Sichtweise.

Die Folge: VW, Daimler und BMW arbeiten unabhängig voneinander an eigenen Softwareplattformen, die so etwas wie das Gehirn und das zentrale Nervensystem der Fahrzeuge von morgen darstellen. Wer diese Betriebssysteme am nutzerfreundlichsten programmiert, gewinnt das Rennen um die Mobilität der Zukunft und sichert sich lukrative Erlöse mit neuen Services, so das Kalkül.

Die Strategien von Diess, Källenius und Zipse sind aber nicht deckungsgleich – das könnte auf dem Weg in die Zukunft entscheidend werden.

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