Connected Car: Hersteller wollen Hoheit über die Software

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Interessanter Artikel über das Software Defined Vehicle oder warum die Hersteller die Kontrolle über die Software und das Fahrzeugbetriebssytem wollen.

Der Wunsch nach Differenzierung durch per Software definierte Funktionen und die Komplexität zwingen Entwickler dazu, bisherige Elektronikarchitekturen über den Haufen zu werfen. Bislang haben die meisten Sensoren und Aktoren wie Kameras, Lidar- oder Radarsensoren jeweils eigene relativ intelligente Steuergeräte mit einer für die Anwendung maßgeschneiderten Software. Die Steuergeräte werten oft schon die Daten von Kamera oder Lidar aus und geben nur noch das Ergebnis weiter, etwa welches Objekt sie entdeckt haben.

Mit solchen fixen Kombinationen aus Sensor, Steuergerät und spezifischer Auswertesoftware bleibt den Automobilherstellern praktisch keine Flexibilität, um individuelle Funktionsweisen zu programmieren oder ein Over-the-Air-Softwareupdate durchzuführen. Die Software lässt sich auch nicht für andere Funktionen wiederverwenden, weil sie nicht modular (diensteorientiert) aufgebaut wurde. Solch eine Mehrfachnutzung spart nicht nur Geld und beschleunigt die Entwicklung. Sie erhöht auch die Qualität, weil die Module sich bereits in der Praxis als fehlerfrei gezeigt haben.

Deshalb richten sich Entwickler mittlerweile an zwei Prinzipien aus: Hard- und Software trennen – man kann die Hardware mit verschiedenen Programmen oder Betriebssystemen betreiben. Und: Trennung von Input/Output von der Auswertung: Sensoren schicken also ihre Massen an Rohdaten an leistungsfähige Zentralrechner, wo sie ausgewertet werden.

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