Connected Car: Nio will mithilfe von AR-Brillen Monitore aus Fahrzeugen eliminieren

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Wird es im Auto der Zukunft keine Monitore mehr geben? Li Bin, der Gründer des chinesischen E-Auto-Startups Nio, glaubt fest an diese Vision. Künftig sollen mit Hilfe von AR oder VR sämtliche Infos aus dem Cockpit direkt auf die Netzhaut des Autofahrers projiziert werden.

Kurz vor dem Jahreswechsel hat Li Bin auf dem jährlichen „Nio-Tag“ seiner Firma sein jüngstes Automodell vorgestellt, den ET5. Es wird mit einer AR-Brille erhältlich sein, wenn es ab September 2022 ausgeliefert wird, sagte der Firmengründer.

Mit AR oder „Augmented Reality“ kann die reale, physische Welt mit digitalen Infos überlagert werden. Die von Nio angebotene Brille wiegt 76 Gramm, sieht aus wie eine normale Sonnenbrille und simuliert vor den Augen des Nutzers einen großen Bildschirm.

Nio preist seinen ET5 daher als „das erste in Serie gefertigte Modell der Autoindustrie mit AR/VR-Brille“ an. Das stimmt wahrscheinlich auch – und ist doch auch ein wenig übertrieben: Jedenfalls wenn man erwartet, dass in diesem Auto der Monitor schon überflüssig wird. Das wird er nicht. Zumindest vorerst.

Die AR-Brille von NIO wird vorerst nur für das Unterhaltungs-System im Auto genutzt werden können. Der Fahrer – solange er nicht gerade fährt – und die anderen Fahrzeug-Insassen können sich damit Filme anschauen. Navigation und andere Infos verbleiben auch im ET5 auf einem Monitor im Zentrum des Cockpits. Es handele sich hier also nur um den „ersten Schritt in der Anwendung von AR/VR-Ausrüstung für in Serie produzierte Autos“, schreibt das chinesische Robotik-Magazin Jiqi Zhixin.

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Quelle: www.next-mobility.de