Connected Car: Wie Audi Software in der Fahrwerkssteuerung nutzt

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Audi erklärt, wie ein zukünftiger Fahrdynamik-Rechner als Steuergerät im E-tron bis zu 90 Komponenten gleichzeitig ansteuern wird. Sehr interessant!

Die Idee der Integration von Fahrwerks- und Antriebstechnologie setzt Audi einen integrierten Fahrdynamik-Prozessor sowohl bei der Längs- und Querdynamiksteuerung als auch das Energie- und Antriebsmanagement um. Während des Bremsvorgangs Energie rekuperieren, die Einfederrate der Stoßdämpfer in Millisekunden bestimmen und das Fahrzeug spurgenau in der Fahrspur halten – und das alles nahezu zeitgleich. Denn die Aufgabe für Entwicklungen zukünftiger Fahrwerksgenerationen ist laut Audi klar formuliert: Neben der noch weiteren Spreizung zwischen Sportlichkeit und Komfort nimmt die Integration von Effizienztechnologien eine zentrale Rolle ein. Die verschiedenen Antriebskonzepte machen es offenbar nötig.
Der künftige Fahrdynamik-Prozessor wird nahezu alle Funktionen in der Längs-, Quer- und Vertikaldynamik zentral steuern: Fahrwerks-, Antriebs- und Rekuperations-Funktionen. Dabei soll er deutlich leistungsfähiger sein als etwa die heutige Elektronische Fahrwerkplattform. Der Prozessor arbeitet rund zehnmal so schnell wie aktuelle Systeme und kann bis zu 90 Systemteilnehmer steuern – bei der aktuellen Plattform sind es rund 20. Neu ist zudem seine modulare Einsetzbarkeit für verschiedene Antriebsarten, also sowohl für Verbrenner, Hybrid- oder Elektrofahrzeug als auch für Vorder-, Allrad- oder Heckantrieb bei Elektromodellen. Damit ermöglicht der zentrale Fahrdynamik-Rechner neben Car-to-X-Funktionen auch Function-on-Demand-Umfänge. Seine genaue Datenberechnung setzt auch die Vorgaben der Fahrerassistenzfunktionen um.

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Quelle: intellicar.de