d.rive 04.01.2020

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Weitere Highlights diese Woche. Reinschauen!

  1. Softwareupdate: Teslas erkennen jetzt Ampeln und Stoppschilder
    Kurz vor dem Jahreswechsel hat Tesla noch ein Software-Update für Model S, X und Model 3 vorgestellt, das Textnachrichten vorlesen kann, Diktate ermöglicht sowie Stoppschilder und Ampeln erkennt. Allerdings reagieren die Elektroautos darauf noch nicht.
  2. Gericht untersagt Uber Vermittlung von Mietwagenfahrten
    Der Fahrdienst Uber darf nach einem Urteil des Landgerichts Frankfurt mit seiner App ab sofort keine Fahrten mehr an Mietwagenunternehmen vermitteln. Das Gericht gab damit einer Klage eines Zusammenschlusses von Taxizentralen aus mehreren deutschen Städten statt. Die Vermittlung von Fahrten an Mietwagenunternehmen durch die Uber-App sei wettbewerbswidrig, urteilte das Gericht.
  3. Uber ändert Geschäftsmodell in Deutschland
    Der Taxi-Konkurrent Uber ändert sein Modell zur Vermittlung von Fahrten in Deutschland, damit sein wichtigstes Angebot nach einem Gerichtsurteil nicht gestoppt werden kann. Für Passagiere wird sich das nur bemerkbar machen, dass sie vor jeder Fahrt informiert werden, welches Beförderungsunternehmen den Auftrag übernimmt. Im Hintergrund wurden aber viele Prozesse neu aufgesetzt. Vergangene Woche hatte das Landgericht Frankfurt einer Unterlassungsklage einer Vereinigung von Taxizentralen stattgegeben und die bisherige Vorgehensweise von Uber in Deutschland für unzulässig erklärt.Uber arbeitet in Deutschland – anders als in anderen Ländern – mit Mietwagen-Unternehmen zusammen, von denen die Aufträge ausgeführt werden. Das Unternehmen sieht sich selbst nur als Betreiber einer Vermittlungsplattform. Das Gericht entschied aber, dass Uber mit dem bisherigen Modell auch selbst eine Mietwagenkonzession benötige, da der Fahrdienst-Vermittler zum Beispiel die Preise festlege. Außerdem kam das Gericht zu dem Schluss, dass Uber die Einhaltung einiger Regeln durch die Mietwagen-Unternehmen nicht ausreichend kontrolliere.
  4. Umfrage zu Fahrerassistenzsystemen: Riskantes Unwissen
    Das Wissen zum Thema Kalibiererung ist bei Autofahrern unterentwickelt, ergab eine Umfrage des Autoglasspezialisten Carglass. Diese Wissenslücke stellt ein Sicherheitsrisiko dar.
  5. Apple, other companies ask European Commission to take action against unfair patent deals
    Apple is one of several technology and car companies complaining to the European Commission over what it believes is patent abuse. The Irish Times reports that companies including Apple, Cisco, Daimler, and BMW are urging officials to take action against other companies who they believe are abusing the patent system.Apple is one of 27 companies to have signed onto the letter, which was sent to the European Commission. The purpose of the letter is to bring awareness to companies who refuse to license “essential patents on fair terms.” In the letter, the companies say they have collectively invested more than €45 billion in research and development, and own over 200,000 patents and patent applications – but still cannot come to fair terms with certain other companies.
  6. „Ich bin davon überzeugt, dass sich das vollelektrische Batterieauto durchsetzt“
    Prof. Ferdinand Dudenhöffer vom Duisburger CAR-Center Automotive Research ist einer der bekanntesten Automobilexperten. In einem von Volkswagen veröffentlichten Interview spricht er über den Umbruch der Branche, die Erfolgsaussichten der E-Mobilität und den Automobilstandort Deutschland.Die Autoindustrie steckt im Umbruch. Wie bewerten Sie die Situation Ende 2019?

    Die Branche hat ein schwieriges Jahr hinter sich und es werden noch schwierige Jahre kommen. Dafür gibt es zwei wichtige Gründe: Zum einen den Zollkrieg zwischen den USA und China, der die Zulieferer noch stärker belastet als die Hersteller. In vielen Fällen führt er bereits zu Verlusten und Stellenabbau. Der zweite wichtige Grund ist der Paradigmenwechsel hin zur Elektromobilität. Neue Konzepte und Modelle kommen auf den Markt – gleichzeitig fällt aber Arbeit weg, die bisher mit dem Verbrennungsmotor verbunden war.

    Die Branche durchläuft den größten Wandel seit Erfindung des Autos. Diese Transformation wird uns noch länger beschäftigen. Ich gehe davon aus, dass wir 2019 nur den Beginn der ersten Welle erlebt haben.

    Wie gut oder schlecht geht die Branche mit den Herausforderungen um?

    Es ist richtig, dass viele Unternehmen ihre Kosten senken, ihre Fabrikkapazitäten und die Beschäftigung anpassen. Alles andere wäre sträflich, denn der Verbrennungsmotor wird Stück für Stück zum Auslaufmodell. Aus diesem Grund ist es richtig, die Investitionen in die E-Mobilität zu bündeln. Wer das heute versäumt, dem fehlen morgen die Kunden.

    Die Unternehmen sind sich keineswegs einig, welche Antriebstechnologie die erfolgversprechendste ist. Wie ist Ihre Meinung?

    Ich bin davon überzeugt, dass sich das vollelektrische Batterieauto durchsetzt und die Mobilität im Pkw-Sektor bestimmen wird. Brennstoffzellenfahrzeuge taugen allenfalls für Nutzfahrzeuge oder Busse. Fahrzeuge in der Größe eines Golf liegen mit Brennstoffzellenantrieb bei mehr als 80.000 Euro. Das ist selbst bei 50-prozentiger Kostenreduktion nicht vermarktbar. Eine flächendeckende Wasserstoff-Tankinfrastruktur ist nicht finanzierbar und die Energiebilanz des Brennstoffzellenautos ist gruselig. Man macht aus Strom Wasserstoff und dann mit der Brennstoffzelle wieder Strom. Zum Antrieb werden 25 Prozent der eingesetzten Energie genutzt, beim batterieelektrischen Auto sind es 75 Prozent.

    Plug-in-Hybride werden oft als Brückentechnologie bezeichnet – nach meiner Einschätzung wird es aber eine recht kurze Brücke sein. Bei den Hybriden besteht ein großes Problem in den unzureichenden Kontrollmechanismen. Die Fahrzeuge helfen dem Klimaschutz ja nur dann, wenn der Fahrer den Elektromotor tatsächlich nutzt und nicht bloß die Kaufprämie mitnimmt. Das ist kaum zu überprüfen. Unter dem Strich bleibt nur, konsequent auf den E-Antrieb zu setzen – so wie es Volkswagen oder Tesla tun.

    Wie stehen die Chancen, dass sich die E-Mobilität zügig durchsetzt?

    Ich rechne damit, dass der Durchbruch ab 2021 kommt – forciert durch die strengeren CO2-Vorgaben der EU. Die Unternehmen stehen dann unter hohem Druck, mehr Elektroautos zu verkaufen, um teure und gesellschaftlich kaum akzeptierte Strafzahlungen zu vermeiden. Gerade auf dem deutschen Markt bringt das die Hersteller in ein Dilemma: Sie müssen mehr Elektroautos absetzen, aber der Sprit bleibt billig.

  7. Tesla: Erste V3-Supercharger in Europa
    Tesla hat in London seine ersten acht Supercharger der dritten Generation mit Ladeleistungen von bis zu 250 kW außerhalb Nordamerikas installiert. Es ist zugleich der 500. Standort in Europa. Aber auch aus anderen Ländern gibt es News zu dem Supercharger-Netz.Zunächst aber kurz noch der Blick auf London: Tesla hat acht Säulen des V3-Superchargers an seinem Service-Center Park Royal aufgebaut. Zudem stehen dort acht V2-Supercharger, deren Leistung nun auch von 120 auf 150 kW angehoben wurde. An den neuen V3-Säulen soll mit einem entsprechenden Model 3 die durchschnittliche Ladedauer auf 15 Minuten sinken, Tesla will so doppelt so viele Autos pro Stunde bedienen können.
  8. Daimler präsentiert Beratungstool für elektrische Fuhrparks
    Fuhrparks und Flottenbetreiber benötigen vor dem Wechsel auf elektrische Antriebe meist eine genaue Analyse der Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Fahrprofile, Einsatzzeiten, Reichweiten sowie Ladezeiten sind für sie wichtige Parameter, um sich für einen Umstieg zu entscheiden. Im Rahmen der eDrive@VANs-Strategie reagiert Mercedes-Benz Vans auf diesen Umstand und präsentiert ein weiteres Planungstool.
    Mit der eVan Ready-App und dem eCost Calculator konnten Kunden anhand der Fahrtaufzeichnungen bereits herausfinden, ob ein Elektrofahrzeug für ihren Einsatzbereich geeignet ist und welche Einsparungen sich daraus ergeben würden. Der neue eCharging Planner soll diese Dienste nun ergänzen.
  9. VW: „Wir wollen unsere Partner zu E-Auto-Enthusiasten machen“
    „Wir werden ein Trainings- und Motivationsprogramm für den Handel anbieten“, sagte der für die Kundenbetreuung und Auslieferung bei der Gläsernen Manufaktur zuständige Manager Henning Schulzki der Tageszeitung. Zielgruppen der Initiative seien auch die Mitarbeiter im Service der Handelspartner. „Wir wollen unsere Partner zu E-Auto-Enthusiasten machen“, erklärte Schulzki.
    VW wolle Mythen und Barrieren gegen die Elektromobilität abbauen, so Schulzki weiter. Die Handelspartner sollen dazu auch mit Testfahrten von der alternativen Antriebsart überzeugt werden. Gerechnet wird laut der Freien Presse mit rund 5000 Probefahrten. Die E-Auto-Schulungen sind Teil eines erweiterten Konzeptes für die Gläserne Manufaktur, die zu einem Eventzentrum rund um die Mobilität ausgebaut und als Auslieferungsstandort mit Fokus auf Elektroautos weiterentwickelt werden soll.
  10. Yandex geht unter die Lidarproduzenten
    Die russische Suchmaschine Yandex arbeitet an einem Lidarsystem für Autonomes Fahren. Wie Google, respektive Waymo, und Baidu in China, so arbeitet auch Yandex am Autonomen Fahren. Nun wurde bekannt, dass man auch die Sensorik dafür selbst herstellt.
  11. Politik sucht bei Ladesinfrastruktur den Schulterschluss
    Um den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu beschleunigen, will die Bundesregierung verstärkt mit der Energiewirtschaft kooperieren. Bis 2022 sollen 50.000 neue Ladesäulen entstehen.Die Bundesregierung will für einen schnelleren Aufbau eines flächendeckenden und kundenfreundlichen Ladenetzes für Elektroautos mit der Energiewirtschaft zusammenarbeiten. Wirtschaftsminister Peter Altmaier betonte bei dem Spitzentreffen mit Verkehrsminister Andreas Scheuer: „Unser Ziel ist, dass bald niemand in Deutschland noch sagt: ‚Ich kaufe mir kein E-Auto, weil ich nicht weiß, wie und wo ich es laden soll‘.“
  12. Verkehrswende: E-Autos laut Studie klimafreundlicher als Wasserstoff-Fahrzeuge
    Laut der Untersuchung verursacht ein Fahrzeug der Kompaktklasse mit Brennstoffzelle und elektrolytisch hergestelltem Wasserstoff nach einer Fahrleistung von 150.000 Kilometern 75 Prozent mehr Treibhausgase als ein batterieelektrischer Pkw. Der Betrieb eines herkömmlichen Diesel-Pkw mit synthetischem Kraftstoff verursacht Treibhausgasemissionen, die sogar rund drei Mal so hoch sind wie die eines Batterieautos. Dagegen hat das Batteriefahrzeug verglichen mit einem Diesel, der mit herkömmlichem Kraftstoff gefahren wird, nach 150.000 Kilometern einen Klimavorteil von 16 Prozent.
    Die Ifeu-Wissenschaftler untersuchten auch die Klimawirkung eines Erdgasfahrzeugs. Demnach sieht man bei dieser Antriebsart nach 150.000 Kilometern zwar einen Klimavorteil von vier Prozent gegenüber dem Diesel – allerdings auch im Vergleich zum Batteriefahrzeug einen entsprechenden Nachteil von rund 14 Prozent.
  13. AutoScout24 und Mobilitätsdienstleister Choice testen Auto-Abo-Angebot
    Der Online-Automarkt AutoScout24 und der Nürnberger Mobilitätsdienstleister Choice testen gemeinsam die Kundenakzeptanz für ein digital buchbares Auto-Abo. Die Erkenntnisse die man aus dem jüngst gestarteten Pilotprojekt gewinnen wird, will Choice nutzen, um weitere digitale Auto-Abo-Angebote mit großer Reichweite für Autovermieter und den Autohandel zu realisieren.
    Im Carcharter Auto-Abo Shopsystem finden interessierte Kunden ausschließlich hochwertig ausgestattete Neuwagen, die für einen Zeitraum von 6 Monaten fest abonniert werden können. Der Shop ist über das Auto-Abo-Listing auf der Website von AutoScout24 abrufbar. Das Angebot von Carcharter beinhaltet aktuell diverse Modelle von BMW und soll schon bald um weitere Hersteller und Fahrzeugmodelle ergänzt werden.
    Der Buchungsvorgang verläuft vollkommen digital, bei Bedarf steht den Kunden jedoch auch eine persönliche Betreuung zur Seite. In der monatlichen Abo-Rate sind bis auf Treibstoffkosten sämtliche Leistungen inklusive (Überführungskosten, Versicherung, Steuer, Wartung, Zulassung). Auch die bundesweite Zustellung ist im Preis inbegriffen. Eine Startgebühr wird nicht erhoben. Die Kilometerlaufleistung von 18.000 km/Jahr kann auf Wunsch bis auf 48.000 km/Jahr erweitert werden.
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