d.rive 11.01.2020

  • Post category:Newsletter

Weitere Highlights diese Woche. Reinschauen!

  1. “Smart Data Car Data” – Porträt Christian Senger: Wie Volkswagen zum digitalen Vorreiter werden will
    Die Car.Software-Organisation entwickelt markenübergreifend Software in den fünf Domänen “Connected Car & Device Platform”, “Intelligent Body & Cockpit”, “Automated Driving”, “Vehicle Motion & Energy” und “Digital Business & Mobility Services”. Ziel ist es, eine konzernweit einheitliche Software­-Architektur (= Software-Plattform) zu etablieren und bislang parallele Entwicklungspfade in den Marken zusammenzuführen.
    Das Fahrzeug-Betriebssystem “vw.os” ist angedockt an die Volkswagen Automotive Cloud, eine standardisierte Infotainment-Plattform, und beinhaltet alle Assistenzsysteme im automatisierten Fahren bis Level 3+, Software-Funktionen zur Verbindung von Antrieb, Fahrwerk und Ladetechnologie, sowie Ökosysteme für alle Mobilitätsdienste und digitalen Geschäftsmodelle der Marken.
  2. Reform des Parksystems in Deutschland: VDA will mehr Spielraum für Kommunen – und Sonderparkplätze für E-Autos
    Der VDA schlägt außerdem vor, vermehrt digitale Lösungen für ein optimiertes Parkraummanagement zu nutzen. So könne autonomes Parken den Bedarf an Parkfläche pro Fahrzeug deutlich reduzieren. Fahrzeuge sammelten Daten über freie Stellplätze und informierten sich gegenseitig darüber. “Hierdurch kann der Parksuchverkehr deutlich reduziert werden.”
    Das Parkraummanagement sollte daneben einen Beitrag leisten, um Klimaziele zu erreichen. Entsprechend könnten Sonderparkplätze für Elektrofahrzeuge bereitgestellt werden und Parkgebühren gesenkt werden. Für neue Sharing-Angebote könnten Stellflächen geschaffen werden.
  3. Antriebsarten: Daimler setzt in der Produktion auf Flexibilität
    Daimler legt sich bei der Konstruktion seiner Werke nicht auf eine bestimmte Antriebsart fest. Um Kosten zu stemmen, spricht Unternehmenschef Ola Källenius nun auch von einer Reduzierung der Komplexität bei künftigen Modellen.
  4. Preisentwicklungen von E-Autos und Batterien: Es bleibt teuer
    Während 2013 der Weltmarktpreis pro Kilowattstunde einer Autobatterie auf Basis von Lithium-Ionen-Akkus bei 400 Euro lag, sank er vergangenes Jahr auf 149 Euro. Für dieses Jahr wird ein Weltmarktpreis von 105 Euro angenommen, der kommendes Jahr auf 84 und bis 2022 auf 75 Euro sinkt. 2022 würde damit das Preisniveau pro Kilowattstunde auf ein Drittel des Niveaus von 2016 gefallen sein, also von 225 auf 75 Euro.
  5. TriEye partners with Porsche to put infrared sensors in ADAS and self-driving systems
    Short-wave infrared imaging sensors (SWIRs) could prove invaluable for automakers working on autonomous vehicles. Unlike lidar and radar sensors, which are susceptible to certain forms of interference, they’re able to capture crystal-clear frames in fog and dust, as well as in low light.
    TriEye, one of the leaders in the segment, today announced something of a milestone ahead of the Consumer Electronics Show. It’s collaborating with Porsche to improve the performance of the German sports car manufacturer’s advanced driver assistance systems (ADAS) and self-driving systems, with the goal of improving those systems’ ability to accurately detect objects on the road in situations with limited visibility.
  6. Neue Details zur geplanten Fabrik in Grünheide: Tesla will mehrere Modelle in “Gigafactory Berlin” fertigen
    Der US-Elektroautobauer Tesla will in seiner geplanten Fabrik in Brandenburg gleich mehrere Modelle herstellen. In Grünheide bei Berlin sollten im Jahr geschätzt 500.000 Elektrofahrzeuge der Modelle 3 und Y sowie künftiger Modelle gebaut und montiert werden, heißt es in der Bekanntmachung des Landesamts für Umwelt im Amtsblatt für Brandenburg, das am Freitagabend veröffentlicht wurde. Die Inbetriebnahme solle im Juli 2021 erfolgen.
  7. Renovo und BlackBerry QNX stellen Automobil-Datenplattform vor
    Das Automobil-Software-Unternehmen Renovo und BlackBerry QNX entwickeln gemeinsam eine Datenmanagement-Lösungen für die nächste Generation vernetzter und autonomer Fahrzeugen. Auf der CES 2020 in Las Vegas werden die Firmen erste neue Funktionen vorstellen.
    Im Rahmen der Partnerschaft wird das mit ISO 26262 sicherheitszertifizierte Echtzeit-Betriebssystem (RTOS) QNX von BlackBerry mit Insight, Renovos intelligenter Automobildatenplattform, kombiniert. Die Entwicklungszyklen sollen dadurch beschleunigt werden, die Produktleistung verbessert und die Betriebskosten für Forschung und Entwicklung reduziert.
  8. Bis zu 30 Prozent mehr Kapazität für Lithium-Ionen-Akkus
    Ein Durchbruch der Elektromobilität wird bislang unter anderem durch ungenügende Reichweiten der Fahrzeuge behindert. Helfen könnten Lithium-Ionen-Akkus mit einer größeren Ladekapazität. „Wir sind dabei, solche Hochenergie-Systeme zu entwickeln“, sagt Professor Helmut Ehrenberg, Leiter des Instituts für Angewandte Materialien – Energiespeichersysteme (IAM-ESS). „Auf Basis eines grundlegenden Verständnisses der elektrochemischen Vorgänge in den Batterien sowie durch den innovativen Einsatz von neuen Materialien lässt sich die Speicherkapazität von Lithium-Ionen-Akkus nach unserer Einschätzung um bis zu 30 Prozent erhöhen.“ Am KIT läuft diese Forschung im Rahmen des Center for Electrochemical Energy Storage Ulm & Karlsruhe (CELEST), der größten deutschen Forschungsplattform für elektrochemische Speicher, deren stellvertretender Sprecher Ehrenberg ist.
  9. Mensch-Maschine-Schnittstelle für autonome Shuttles
    Continental zeigt auf der CES 2020, wie die Nutzer über eine Smartphone-App ganz bequem einen Shuttle buchen und einen Sitzplatz reservieren können. Während sie auf ihre Fahrt warten, kann die Position des Shuttles in der App ständig verfolgt werden. Eine personalisierte Willkommensnachricht begrüßt den Benutzer bei der Ankunft des Shuttles. Auf einem großen Display sehen die Fahrgäste alle Streckeninformationen, verfügbare lokale Dienste und die Fahrzeugbenachrichtigungen in Form einer dynamischen Zeitachse. Als Ergänzung zur Anzeige im Fahrzeug werden die Fahrgäste auch akustisch über ihren Fahrstatus und ihre Fahrereignisse informiert – mit Umgebungsgeräuschen, die mit der Fahrzeugbewegung synchronisiert sind.
  10. Mitsubishi Electric baut einen eigenen Kartendienst
    Mitsubishi Electric baut einen eigenen Kartendienst sowie eine eigene Satellitenkonstellation auf. Daneben nutzt das Unternehmen für das hochautomatisierte Fahren (Level 4) Fahrzeugsensoren und Kameras aus eigener Herstellung. Nur ein eigenes Auto fehlt – denn zur gleichnamigen Automarke gibt’s keine Verbindung.
  11. Shell und EnBW nehmen erste Schnellladesäulen in Betrieb
    Shell Deutschland hat bekanntgegeben, ab sofort die Mitte des Jahres angekündigten 50 Schnellladesäulen auf seinen Tankstellen sukzessive in Betrieb zu nehmen. Dies erfolgt in Kooperation mit dem Energieversorger EnBW. Den Anfang machten diese Woche eine Shell-Tankstelle in Reutlingen sowie eine in Neu-Ulm.
  12. „Es entstehen weltweit mehr als 100 neue Fahrzeughersteller“
    Wie wird sich die Automobilindustrie wandeln?
    Die Automobilindustrie hat sich schon immer gewandelt und an neue Rahmenbedingungen angepasst, doch aktuell ist der Wandel schneller und tiefgreifender als in den vergangenen Jahrzehnten. Das automatisierte Fahren setzt die systematische Gestaltung von großen Software-Systemen voraus, die über viele Jahre gepflegt und erweitert werden müssen – und das wesentlich langfristiger und sicherer im Vergleich zu einem Betriebssystem für unsere Computer und Smartphones. Dazu gilt es auch, geeignete Elektronik-Architekturen und Datenverarbeitungsprozesse zu etablieren, die weit über das einzelne Kraftfahrzeug hinaus reichen. Die erforderlichen Kompetenzen und Investitionen sind so groß, dass neue Kooperationen und Netzwerke entstehen – sowohl zwischen Herstellern und Zulieferern aus der Automobilindustrie, als auch mit Unternehmen aus der IT-Industrie. Darüber hinaus entstehen weltweit mehr als 100 neue Fahrzeughersteller, darunter klassische Startups, aber auch Ausgründungen von global agierenden IT- und Elektronik-Unternehmen. Damit sind aus meiner Sicht mehr Chancen als Risiken verbunden, sofern man die Notwendigkeit der Kooperation erkennt, Synergien hebt und tragfähige Mobilitätslösungen und Geschäftsmodelle entwickelt.
  13. Batterie-Recycling: Audi und Umicore starten geschlossenen Kreislauf für Kobalt und Nickel
    Nachhaltiges Batterie-Recycling: Audi und Umicore haben die Testphase ihrer strategischen Forschungs-Kooperation erfolgreich abgeschlossen. Das Ergebnis: Mehr als 90 Prozent des Kobalts und Nickels aus den Hochvolt-Batterien des Audi e-tron* lassen sich wiedergewinnen. Daher starten der Autohersteller und Recycling- und Materialtechnologie-Spezialist nun eine weitere Phase. Gemeinsam erproben die Partner ab Januar einen geschlossenen Kreislauf für Kobalt und Nickel: Die wiedergewonnenen Rohstoffe werden in neuen Batteriezellen eingesetzt.

    Für das Closed-Loop-Pilotprojekt erhält Umicore gebrauchte Zellmodule des Audi e-tron, die zunächst aus Entwicklungsfahrzeugen stammen. Daraus gewinnt der Materialtechnologie-Experte Kobalt und Nickel wieder und verarbeitet dieses zu Precursor- und Kathodenmaterial. Aus diesen Materialien können neue Batteriezellen hergestellt werden, die recyceltes Kobalt und Nickel enthalten. Audi beschäftigt sich bereits seit Beginn der Entwicklung seines ersten vollelektrischen Elektroautos auch mit dem Recycling des Fahrzeugs. Das Unternehmen hat den Anspruch, ressourceneffizient zu wirtschaften und denkt bewusst in alle Richtungen. Perspektivisch sollen weitere Recyclingkompetenzen aufgebaut werden.

  14. Byton verkündet Content-Partnerschaften
    Der chinesische Autobauer Byton kündigte auf der CES in Las Vegas eine Vielzahl von Content-Partnerschaften an, um die digitale Nutzeroberfläche der Fahrzeuge zu verbessern. Die Kooperationen sollen etwa der Sprachsteuerung und den Entertainmentfunktionen zugute kommen.
    Eine Reihe von neuen Partnerschaften soll die Inhalte für das 48-Zoll-Display von Byton erweitern. Der Hersteller von Elektrofahrzeugen kündigte zudem eine Entwicklungsplattform an, um Content-Providern eine einfache Möglichkeit zu bieten, das digitale Angebot zu ergänzen.
  15. BlackBerry präsentiert KI-basierte Automotive-Lösung
    Durch die Zusammenarbeit mit den BlackBerry-Teams für Cybersicherheit und eingebettete Systeme in der Automobilindustrie können Unternehmen der gesamten Transportbranche die Lösung nutzen, um leistungsstarke KI- und ML-Software-getriebene Anwendungsfälle zu realisieren. Im Fokus steht dabei die Verbesserung der allgemeinen Fahrzeugsicherheit. Mit dem neuen Angebot werden die KI- und ML-Technologien von BlackBerry Cylance zum ersten Mal in die BlackBerry QNX-Lösungen integriert, die sich bereits in mehr als 150 Millionen Fahrzeugen weltweit finden.
  16. Studie des Fraunhofer IAO hilft beim Realitätscheck für Flugtaxis
    Ist das Flugtaxi schon reif zum Abheben? Das Fraunhofer IAO hat in einer Studie diese Fragestellung untersucht und verschiedene Faktoren der 3 D-Mobilität beleuchtet.
  17. Testfeld bei Braunschweig gestartet: Vernetzte Autos fahren auf neuen Teststrecken
    Bei Braunschweig ist ein Testfeld für vernetzte Autos an den Start gegangen. Auf rund 280 Kilometern Autobahnen, Bundesstraßen und Landstraßen sollen dort Erkenntnisse gewonnen werden.
  18. VW vernetzt Fahrzeuge mit digitalem Einkaufszentrum
    Der Volkswagen-Konzern übernimmt die Digitalagentur Diconium nun vollständig. Das Unternehmen soll bei der Digitalisierung von Fahrzeug-Services behilflich sein.

    Das Auto als rollender App-Store: Kunden des VW-Konzerns können ihren Wagen in Zukunft mit einem „digitalen Einkaufszentrum“ vernetzen und dadurch wichtige Funktionen wie Updates der Fahrzeug-Software von überall aus erledigen. Dazu wollen die Wolfsburger das Stuttgarter Unternehmen Diconium jetzt vollständig unter ihr Dach holen. Der Schritt folgt der Unternehmensstrategie, mehr IT-Experten einzustellen und Anwendungen zunehmend selbst zu entwickeln.

    „Es gibt künftig nur noch eine Kern-App, mit der der Kunde auf alle Services zugreifen kann“, erklärt Kernmarken-Vertriebschef Jürgen Stackmann. Über die Nutzer-ID würden Auto, Händler und Hersteller zusammengebracht. Geplant sind auch Dienste zum Bezahlen beim Parken, Tanken und Aufladen oder für Multimedia-Streaming.

Keine News mehr verpassen!