d.rive 14.12.2019

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Weitere Highlights diese Woche. Reinschauen!

  1. Blockchain-basierte Services fürs Auto-Abo: ZF Car eWallet und ViveLaCar kooperieren
    Künftig können ViveLaCar-Kunden Vorgänge wie das Tanken oder Parken bequem über eine App abwickeln. Von der Zusammenarbeit profitieren auch die Partner von ViveLaCar, etwa durch eine Erhebung der Kilometer-Laufleistung und der ggfs. erforderlichen Ortung unterschlagener Fahrzeuge. Die Zusammenarbeit soll auf alle Abonnements von ViveLaCar ausgeweitet werden.
    Das Startup ViveLaCar will mit seinem Auto-Abo Standards bezüglich der schnellen Verfügbarkeit, der flexible Nutzung und des Fahrzeugangebots setzen. ZF Car eWallet sorgt für eine herstellerunabhängige Konnektivität aller Fahrzeuge im ViveLaCar-Abo.
  2. Ungewisse Zukunft für chinesische Brennstoffzellen
    Schon 2015 rief China große Ziele für die Brennstoffzelle aus. 2030 will das Land eine Million Fahrzeuge mit dieser Technologie auf den Straßen haben. Dafür zahlt Peking großzügige Subventionen.
    Doch damit soll nun Schluss sein: Das Finanzministerium kündigte überraschend an, die Subventionen für Brennstoffzellen gemeinsam mit den Zahlungen für Elektroautos 2020 auslaufen zu lassen. „Trotz der finanziellen Unterstützung hat Chinas Brennstoffzellenindustrie keinen Durchbruch erzielt und keine rasche Entwicklung erlebt“, urteilte das Ministerium. China gehört zwar zu den größten Förderern der Brennstoffzelle, hinkt aber Japan, Korea und den USA etwas hinterher.
    Die Zukunft der Brennstoffzelle in China ist damit erst einmal offen, denn anders als für Elektroautos gibt es noch keine alternative schlagkräftige Unterstützung – wie etwa eine Quote.
  3. Download-Tipp: Bericht der EU-Agentur für Cybersicherheit (ENISA) zu Connectivity
    Einen Bericht zur Fahrzeugvernetzung hat die EU-Agentur für Cybersicherheit (ENISA) vorgelegt. Dieser beschäftigt sich v.a. mit Fahrzeugvernetzung, aber auch mit autonomem Fahren. Die Vorteile der Technik seien vorhanden. Die ENISA will sicherstellen, dass die Cybersicherheit dabei berücksichtigt wird.
  4. Deutsche setzen weiter auf eigenes Auto
    Neue Mobilitätsangebote wie Car- oder Ridesharing sollen die Straßen entlasten. Doch eine aktuelle Studie zeigt: Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
    Ungeachtet aller Diskussionen um eine Verkehrswende halten die Deutschen bislang am eigenen Auto fest. Darauf weist das CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen in einer Studie hin. Alternative Angebote wie Carsharing würden kaum angenommen, dafür steige in den Großstädten der Autobestand immer weiter. Im laufenden Jahr kommen bei einem Bestand von 47,1 Millionen Autos demnach 567 Wagen auf 1000 Einwohner. Zehn Jahre zuvor waren 1000 Menschen in Deutschland noch mit 504 Autos unterwegs.
  5. Untere Mittelklasse für fast ein Drittel des E-Auto-Absatzes in Europa verantwortlich
    Hinsichtlich der absoluten Zahlen konnte man sich nach 57.750 E-Autos im Juli auf 64.700 E-Autos im August sowie 74.136 Einheiten Ende des 3. Quartals 2019 steigern. Ende Oktober konnten dann insgesamt 83.310 Einheiten in diesem Segment verzeichnet werden. Mit diesem Anteil am europäischen Elektroautomarkt bleibt die Untere Mittelklasse, zu der unter anderem der Nissan Leaf (26.608 Einheiten), der BMW i3 (25.181 Einheiten) sowie der VW e-Golf (19.793 Einheiten) zählen, auf Rang Eins des Rankings nach Fahrzeugsegmenten.
    In Bezug auf die drei Modelle bleibt noch zu erwähnen, dass gerade der BMW i3 (+41,5 Prozent) als auch der e-Golf (+32,1 Prozent) ein ordentliches Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum vorweisen konnten. Für den Nissan Leaf sah es mit einem negativen Wachstum von 14,2 Prozent nicht ganz so erfreulich aus. Begründet ist dies dadurch, dass der Absatz im japanischen Heimatmarkt schon einige Zeit ins Stocken geraten ist.
  6. Autonomes Fahren: Wie neuromorphe Technik die Umfelderfassung verbessert
    Wissenschaftler wollen eine neue KI-Plattform für das Autonome Fahren entwickeln. Die programmierbare, ASIC-basierte Steuerungshardware soll dabei mithilfe neuromorpher Technik während der Fahrt flexibel und eigenständig auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren.
  7. Ex-Daimler-Chef Zetsche investiert in Gebrauchtwagen-Startup
    Der Urkunde zufolge ist Zetsche als Gesellschafter bei Castle Tech eingestiegen, einem 2018 gegründeten Unternehmen mit Sitz in Nürnberg, das unter dem Namen Car On Sale einen Online-Marktplatz für Autohändler und Autohäuser betreibt. Der Analysedienst Startupdetector entdeckte das Dokument im Handelsregister. Darin steht auch, dass Castle Tech seinen Sitz nach Berlin verlegen wird, Stellenanzeigen sind auf der Webseite bereits nur für Berlin ausgeschrieben.
    Über die Finanzierungssumme, Details zum Geschäftsmodell und die Hintergründe des Investments wollte sich Car-On-Sale-Mitgründer Tom Krüger auf Anfrage von Gründerszene nicht äußern. Man konzentriere sich lieber aufs Kerngeschäft, hieß es. Auch zur Größe des Teams wollte Krüger keine Angaben machen. Auf seiner Webseite wirbt Car On Sale damit, etwa Leasing-Rückläufer und andere Gebrauchtfahrzeuge für Autohäuser mithilfe seiner Plattform zu vermarkten – als „Digitalisierungspartner“. Das Startup verspricht weniger Standtage der Fahrzeuge und eine höhere Marge als beim klassischen Offlinehandel.
  8. Sharing is Caring: Gewobag und Volkswagen-Sharing-Tochter WeShare starten E-Mobility Kooperation | Gewobag
    Die Gewobag macht Berlin (E-)mobil: Im Rahmen ihrer neuesten Kooperation stellt die Wohnungsbaugesellschaft elektrifizierte Stellplätze für die mit Grünstrom betriebenen Fahrzeuge der VW-Carsharing-Tochter WeShare bereit.

    Ab März 2020 stehen den BerlinerInnen insgesamt 14 elektrifizierte Stellplätze auf Gewobag-Grundstücken in drei Stadtbezirken zur Nutzung von E-Mobility zur Verfügung: Die WeShare-Flotte wird damit sowohl auf Stellplätzen außerhalb des S-Bahnrings – in Lichtenberg und Prenzlauer Berg – als auch innerhalb des Rings in Kreuzberg geladen. Die Gewobag stattet die Stellplätze mit Ladeinfrastruktur aus und vermietet sie exklusiv an Volkswagen. Damit stärken Gewobag und WeShare den Ausbau von Ladeinfrastruktur in Berlin und bieten ein weiteres Mobilitätsangebot, das in Kombination mit dem ÖPNV als günstige Alternative zum eigenen Auto funktioniert.

  9. VW erwartet Preisparität zwischen Verbrenner und Elektroautos mit der 2. Welle der MEB-Stromer
    VW sieht im nächsten Jahr mit dem ID.3 zumindest nach Subventionen des Staates eine Preisparität zum Verbrenner gegeben.

    Die Grafik von VW zeigt deutlich auf, dass man bereits mit dem ID.3 eine Kostenparität zum Golf 7 TDI abbilden kann. Vorausgesetzt der ID.3 kann die Subventionen des Staates für sich beanspruchen. Nicht berücksichtigt bleiben hierbei die Vorteile, welche reine E-Autos für VW an sich – Stichwort CO2-Flottenwerte – mit sich bringen. Unter Berücksichtigung dieses Faktors verbessert sich die Rentabilität der Elektroautos real und bringt die Kostenparität (Rentabilität) viel näher als es die Grafik zunächst vermuten lässt. So die Meinung des unabhängigen Automobilanalyst Matthias Schmidt – schmidtmatthias.de.
    Im Detail sieht man, dass VW die Total Cost of Ownership (TCO) von Verbrennungsmotoren und Batterie-Elektroautos des Volkswagen Konzerns betrachtet. Wie wir im Bild sehen können, werden die MEB-basierten Modelle etwas teurer sein als das Verbrenner-Pendant (z.B. Volkswagen ID.3 und Golf), aber dank der niedrigeren Energie-/Wartungskosten könnten sie ähnlich oder auf der gleichen Stufe stehen, nach Abzug der Subventionen.

  10. Opel-Batteriezellproduktion in Kaiserslautern soll offenbar 32 GWh umfassen
    Im Rahmen der nun offiziell angekündigten Batteriezellenproduktion am Opel-Standort Kaiserslautern im Rahmen des Joint Ventures mit dem Mutterkonzern PSA und dem französischen Batteriehersteller Saft sollen rund 2.000 Arbeitsplätze entstehen.

    Das berichtet der SWR unter Berufung auf die rheinland-pfälzische Landesregierung. Geplant ist laut dem Bericht eine Produktionskapazität von 32 GWh. Der Baubeginn soll 2023 erfolgen. Parallel dazu werde das Konsortium eine identische Fabrik an einem Standort in Frankreich aufbauen.
    Mit dieser Produktionskapazität würden Opel und der Mutterkonzern PSA die von VW und Northvolt geplante Zellfabrik in Salzgitter übertreffen. Das dortige Werk soll Ende 2023 mit einer Produktionskapazität von 16 GWh starten und später auf 24 GWh ausgebaut werden. Nicht zu vergessen: Mit der Parallel-Fabrik in Frankreich käme PSA somit auf eine eigene Batteriezellproduktion im Umfang von 64 GWh.

  11. Toyota & Denso gründen Joint Venture „MIRISE Technologies“
    Für eine sichere und nachhaltige Mobilität der Zukunft soll eine neue Generation von Halbleitern erforderlich sein, denn sie werden integraler Bestandteil technologischer Innovationen wie vernetztes und automatisiertes Fahren, Carsharing und Elektrifizierung sein – heißt in einer Pressemitteilung zur Firmengründung. Bis 2030 will MIRISE den Weg für die Mobilität der Zukunft ebnen und für mehr Komfort und Sicherheit sorgen, ohne dabei die Umwelt zu vernachlässigen. Dazu soll die Mobilitästkompetenz von Toyota mit dem Wissen von Denso über Fahrzeugkomponenten kombiniert werden.
    MIRISE soll sich auf drei Technologiebereiche konzentrieren: Leistungselektronik, Sensorik und SoC (System-on-a-Chip). Im Bereich der Leistungselektronik forscht und entwickelt das Unternehmen vorwiegend für die Eigenfertigung (einschließlich Auftragsfertigungen); dabei nutzt es Halbleitermaterialtechnik sowie Fertigungs- und Konstruktionstechnik, die Toyota und Denso insbesondere für Hybridfahrzeuge aufgebaut haben. Im Bereich der Sensorik will das Unternehmen sowohl eigene Produkte entwickeln als auch eng mit Entwicklungspartnern zusammenarbeiten. Im Bereich SoC will das Unternehmen die Spezifikationen der optimalen SoCs bestimmen.
  12. Deutsche Tesla-Fabrik soll 500.000 Elektroautos pro Jahr produzieren
    Im November hat Tesla-Chef Elon Musk überraschend angekündigt, die erste Europa-Fabrik des Elektroautobauers in Brandenburg nahe Berlin zu errichten. Wann genau es los geht, hängt vom Abschluss des Genehmigungsverfahrens ab. Die Bild will nun einige neue Details zum deutschen Tesla-Werk in Erfahrung gebracht haben.
    Demnach sollen in der europäischen „Gigafactory“ in der Gemeinde Grünheide östlich von Berlin schon in der finalen Ausbaustufe 10.000 Arbeitsplätze entstehen. Zuvor hieß es, dass in einer ersten Stufe über 3000 Arbeitsplätze vorgesehen sind, nach dem Ausbau könnten es bis zu 8000 werden. Als Jahresproduktion soll Tesla mit 500.000 Elektroautos vom Typ Tesla Model 3 und Model Y planen. Offiziell heißt es von dem Unternehmen bisher lediglich, dass als erstes das neue Kompakt-SUV Model Y in noch unbekanntem Umfang in Deutschland vom Band rollen soll.
  13. Entscheidung zum Elektroantrieb: Mehr Flexibilität soll Jobs bei Daimler sichern
    Die künftige Eigenproduktion der Elektroauto-Antriebe bei Daimler soll unter anderem mit einem flexibleren Einsatz der Beschäftigten finanziert werden. Unternehmen und Betriebsrat hätten sich auf ein ganzes Bündel von “Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit” verständigt, um die Fertigung ins Mercedes-Stammwerk nach Stuttgart-Untertürkheim zu holen, erklärten Werkleiter Frank Deiß und Betriebsratschef Michael Häberle einen Tag nach Bekanntgabe der Entscheidung.

    Unter anderem soll es künftig einen sogenannten Transformationspool von Mitarbeitern geben, die ohne langen Vorlauf immer dort eingesetzt werden können, wo sie gerade gebraucht werden, auch an anderen Standorten weltweit

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