d.rive 28.12.2019

Die letzte Woche des Jahres hatte noch einmal einige Highlights. Reinschauen!

  1. Rohstoff wird in Australien gewonnen: BMW kauft Lithium für 540 Millionen Euro von Chinesen
    BMW hat seinen Lithium-Bedarf bis 2024 durch einen Liefervertrag mit dem chinesischen Rohstoff-Konzern Ganfeng abgesichert. Abgebaut wird der für Elektroautos wichtige Rohstoff in Australien.
  2. Elektroautos der Zukunft: Diese 3 Vorteile haben Magnesium-Batterien
    Vor allem drei Gründe sprechen für die weitere Erforschung der Magnesium-Batterie:
    1. Der Rohstoff ist weltweit preiswert verfügbar und kann problemlos gewonnen werden. Die Problematik der Konflikt-Rohstoffe kann so umgangen werden.
    2. Die Energiedichte ist deutlich höher. So wurden inzwischen Werte von 400 mAh pro Gramm erreicht. Die bisher genutzten Lithium-Ionen-Akkus kommen hingegen nur auf rund die Hälfte. Bei gleich bleibender Kapazität sinkt also das Gewicht. Oder umgekehrt: Bei konstantem Gewicht kann die Leistungsfähigkeit erhöht werden.
    3. Der Einsatz ist deutlich sicherer. Denn bei Magnesium-Batterien ist die Gefahr eines Kurzschlusses mit anschließendem Brand nicht gegeben. Dadurch kann auch auf zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen verzichtet werden, was den Einbau in Autos erst einmal vereinfacht.
  3. GM und LG Chem bauen Batteriewerk
    General Motors und LG Chem haben gemeinsam Investitionen in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar in ein gemeinsames Batteriewerk im US-Bundesstaat Ohio angekündigt.

    Laut General-Motors-CEO Mary Barra wird das Joint Venture-Werk von beiden Unternehmen zu gleichen Teilen getragen. Der Bau der Anlage soll Mitte kommenden Jahres in Lordstown, Ohio in der Nähe eines ehemaligen GM-Montagewerks beginnen.

    Die Zusammenarbeit umfasst ferner eine gemeinsame Entwicklungsvereinbarung mit dem Ziel, die Batteriekosten auf ein branchenweit führendes Niveau zu senken. Die neue Anlage soll dabei eine jährliche Produktionskapazität von mehr als 30 Gigawattstunden haben.

  4. Volvo Group Venture Capital steigt bei Risikokapitalfonds Autotech Ventures ein
    Volvo Group Venture Capital vermeldet eine Investition bei Autotech Ventures. Der amerikanische Risikokapitalfonds konzentiert sich explizit auf Startups im Bereich Transport.
    Die Risikokapitalfirma Autotech Ventures sitzt im Silicon Valley und verwaltet aktuell über 200 Millionen US-Dollar. Für die Fondsmanager haben vernetzte, autonome, elektrifizierte Fahrzeuge und damit verbundene Mobilitätsdienste zu deutlichen Veränderungen iim Transportsektor geführt.
    „Durch die Zusammenarbeit mit Autotech Ventures freuen wir uns darauf, mit weiteren erstklassigen Start-ups zusammenzuarbeiten, die unsere Branche verändern“, sagt Anna Westerberg, amtierende CEO von Volvo Group Venture Capital und Senior Vice President von Volvo Group Connected Solutions. „Die Investition bietet Volvo Group Venture Capital einen verbesserten Deal Flow, aber auch Zugang zu umfassenden Branchenkenntnissen und relevanten Netzwerken“, ergänzt Dan Tram Investment Director, Volvo Group Venture Capital mit Sitz im Silicon Valley.
  5. Im BEM-Interview: Sixt will Elektrifizierung der Carsharing-Flotte stark ausweiten
    Frage: Die Automobilbranche steht vor ihrem größten Umbruch, die Elektromobilität soll die Mobilitätswende auf der Straße anführen. Was plant SIXT, da mitzugehen bzw. was tun Sie bereits?
    SIXT: Bislang ist die Nachfrage der Kunden vor allem aufgrund der fehlenden Reichweite und Ladeinfrastruktur noch relativ gering. Daher investieren wir in den Ausbau von Ladeinfrastruktur an unseren Standorten, damit wir die Elektroautos so schnell wie möglich laden und unseren Kunden bereitstellen können. Außerdem kooperieren wir mit der Firma Chargery, um einen noch schnelleren Ladevorgang unserer Carsharing Fahrzeuge auf den Straßen zu ermöglichen. Zudem – und dadurch – werden wir die Elektrifizierung unserer Flotte voraussichtlich ab 2020/2021 stark ausweiten.

    Frage: Durch die Kooperation mit Chargery konnte SIXT erste Erfahrungen mit mobilen Ladediensten sammeln. Welche Erkenntnisse haben sie gewonnen?
    SIXT: Einen Partner wie Chargery an Bord zu haben, der mit intelligenter Software und Services die Operations von geteilter Mobilität effizienter macht, indem er die Ladeinfrastruktur zum Fahrzeug bringt, ist für unser Carsharing Produkt SIXT share mit einem großen Elektroanteil sehr wertvoll. Ladesäulen im urbanen Raum sind oft durch andere Elektrofahrzeuge oder Verbrenner blockiert und nicht nutzbar. Mit der mobilen Lösung von Chargery sind wir flexibel und können darüber hinaus auch Elektrofahrzeuge mit einem sehr geringen Ladestand in kürzester Zeit laden und unseren Kunden wieder zur Verfügung stellen.

  6. Die Kommunikations-Herausforderung fahrerloser Fahrzeuge
    Wir kommunizieren heutzutage auf unterschiedlichste Weise mit anderen Verkehrsteilnehmern – sei es mit Signalleuchten, Handzeichen oder auch nur per Blickkontakt. Daran haben wir uns gewöhnt. Doch wie soll dies künftig in einem fahrerlosen Fahrzeug gehandhabt werden?
  7. Autobranche steht Digitalisierung offen gegenüber
    Acht von zehn Unternehmen aus der Autobranche sind aufgeschlossen gegenüber der Digitalisierung, so eine Studie von Tata Consultancy Services (TCS). Der Wert ist seit einer Erhebung vor zwei Jahren um 12 Prozentpunkte gestiegen.
    Zudem lässt die Branche den Worten auch Taten folgen: 41 Prozent der Auto-Unternehmen nutzten bereits additive Fertigung (2017: 22 Prozent), mehr als die Hälfte setze zudem Big Data und Analytics ein, 17 Prozent Virtual oder Augmented Reality, so die Studienautoren. Mit 22 Prozent ist laut Studie der Anteil der Unternehmen, die künstliche Intelligenz einsetzen, in der Autobranche doppelt so hoch wie im branchenübergreifenden Durchschnitt.
    Gleichzeitig bemühen sich die Unternehmen um den Aufbau von neuen Kompetenzen: Jeweils rund ein Fünftel der Firmen hätten bereits Stellen geschaffen für Anwendungsentwickler oder IT-Integrationsmanager. Auf der Suche nach Spezialisten für KI sind der Studie zufolge zwölf Prozent. Am gefragtesten scheinen hingegen IT-Sicherheitsberater zu sein: Zwei von fünf Automotive-Unternehmen möchten hier neue Jobs schaffen.
  8. Markenstrategie: Wie Ford die Elektrifizierung in Angriff nimmt
    Im Pkw-Bereich bleibt der Mach-E das einzige Modell, für das Ford eine Elektroplattform entwickelt hat. Derivate wird es nicht geben. Stattdessen bedienen sich die Amerikaner bei Volkswagen. Auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) der Wolfsburger sollen ab 2023 weitere E-Modelle entstehen.
  9. Jeder deutsche Kaufland- und Lidl-Markt soll Elektroauto-Ladestation erhalten
    Alle Neubauten einer Kaufland- und Lidl-Filiale sollen mit mindestens einer Elektroauto-Ladesäule ausgestattet sein und jede bestehende Filiale im Zuge einer Modernisierung eine Stromtankstelle erhalten. Das kündigte die Schwarz Gruppe, das hinter den beiden Marken stehende internationale Handelsunternehmen, an.

    Das Ziel sei, dass mittelfristig auf jedem Parkplatz vor einer der rund 3900 Kaufland- und Lidl-Märkte in Deutschland eine Ladesäule für Elektroautos steht.

  10. Sixt will E-Carsharing stark ausweiten
    Sixt will die Elektrifizierung seiner Flotte im Bereich Carsharing ab 2020/2021 „stark ausweiten“. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit dem mobilen Ladeservice Chargery ausgebaut werden. Das kündigte der Autovermieter in einem Interview mit dem Bundesverband eMobilität (BEM) an.
  11. BMW startet E-Roller-Sharing in Barcelona
    BMW Motorrad hat zusammen mit dem Mobilitätsdienstleister Cooltra in Barcelona ein Sharing-Angebot mit dem Elektroroller BMW C evolution gestartet. Nach einer ersten Testphase soll offenbar ein stationsbasierter Service in der Stadt angeboten werden.
  12. Recep Tayyip Erdogan präsentiert türkisches National-Elektroauto – manager magazin
    Die Türkei will in den nächsten dreizehn Jahren mehr als drei Milliarden Euro in die Entwicklung und den Bau eines eigenen Elektroautos investieren. Jährlich sollen in einer Fabrik in der nordwestlichen Provinz Bursa bis zu 175.000 Fahrzeuge produziert werden, wie die Regierung am Freitag über das Amtsblatt mitteilte. Mehr als 4.000 Arbeitskräfte sollen dort beschäftigt werden. Das Projekt, das im Oktober startete, werde staatliche Unterstützung erhalten, darunter Steuernachlässe. Auch garantiert Ankara den Kauf von 30.000 Autos bis 2035.
  13. Marke Volkswagen liefert 250.000stes E-Fahrzeug aus
    Auf den rein batteriebetriebenen e-Golf folgte 2014 die Plug-in-Hybrid-Ausführung Golf GTE, 2015 dann die teilelektrischen Passat GTE und Passat Variant GTE. Seit 2018 sind in China die Modelle Passat und Tiguan als Plug-In-Hybride erhältlich, in diesem Jahr folgten dort außerdem batterieelektrische Versionen von Bora und Lavida.

    Bestseller bei den E-Fahrzeugen ist laut Volkswagen bisher der e-Golf mit 104.000 Auslieferungen, gefolgt vom Golf GTE (51.000), Passat Variant GTE (42.000) und e-up! (21.000). Bei neuen Elektroautos setzt das Unternehmen nicht mehr wie bei e-up! und e-Golf auf nachträglich zu Stromern umgerüstete, sondern auf von Grund auf als Elektroauto konzipierte Modelle. Den Anfang macht der ab Mitte 2020 zu den Kunden kommende Kompaktwagen ID.3.

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