Digitalisierung: Die Autohersteller forcieren den Wandel – doch die Kunden sind konservativ

Laut der Umfrage von McKinsey ist nur jeder dritte Autokunde bereit, die Automarke zu wechseln, um bessere vernetzte Dienste zu nutzen. In Deutschland ist der Anteil mit 18 Prozent sogar noch deutlich niedriger. Allein in China und Indien ist das vernetzte Auto ein echtes Kaufargument.

Auch beim Teilen sind die Kunden zurückhaltend: 70 Prozent aller deutschen Kunden und 76 Prozent aller Amerikaner möchten ihr eigenes Auto behalten – und nicht teilen. Der Markt wächst – allerdings ist bei den Sharing-Angeboten mittlerweile weltweit Ernüchterung eingetreten. Der Dienst Share Now von Daimler und BMW zog sich zuletzt aus den USA zurück, auch VW will weniger in die Mobilitätsmarke Moia investieren.Beim Elektroauto sind die Kunden zwar aufgeschlossener, aber mehr zahlen wollen sie nicht. Ganze 85 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Elektroautos am Ende gut für die Umwelt sind. Doch 68 Prozent sind nicht bereit, für ein Elektroauto mehr Geld auszugeben als für einen Verbrenner. 16 Prozent sind gar nicht interessiert an Elektroautos. „Gerade in Deutschland ist die Reichweiten-Angst deutlich stärker ausgeprägt als in anderen Weltregionen“, sagt McKinsey-Partner Matthias Kässer. Immerhin jeder dritte Deutsche gibt in der McKinsey-Umfrage zwar an, den Kauf eines Elektroautos ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Doch einen konkreten Plan haben nur fünf Prozent der Befragten. Ähnlich sehen die Zahlen in den USA und Japan aus.

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