Digitalisierung: Kolben aus dem 3-D-Drucker für Porsches GT2 RS

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Gegossene oder geschmiedete Kolben? Die Antwort könnte bald lauten: gedruckte. Porsche hat erste Kolben für Verbrennungsmotoren im 3-D-Drucker hergestellt.

Das Projektziel: ein leichterer Kolben mit besseren Kühleigenschaften. Dafür integrierten die Entwickler einen Kühlkanal in den Kolben. Dieser Kanal hat eine spezielle Querschnittsform und ist bis auf zwei Öffnungen für Ein- und Austritt des Öls wie eine Röhre geschlossen. Diese Konstruktion senkt die Bauteiltemperatur am thermisch extrem belasteten Bereich der Kolbenringe um mehr als 20 Grad.

Das bedeutet: „Wir können das Kraftstoff-Luft-Gemisch mit höheren Drücken und Temperaturen verbrennen – und das ist gleichbedeutend mit höherer Effizienz“, beschreibt Frank Ickinger aus der Antriebsvorentwicklung in Weissach.

Das Bauteilgewicht der Kolben sank ebenfalls: im ersten Anlauf um rund zehn Prozent, „hier sind wir aber noch auf Nummer Sicher gegangen.“ Bis zu 20 Prozent sind laut Simulationen möglich. „Geringere oszillierende Massen erlauben dann höhere Drehzahlen. 300 Umdrehungen pro Minute mehr bedeuten etwa 30 PS mehr“, rechnet Ickinger

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