Digitalisierung: So wenig digital sind die Dax-Konzerne

Die Dax-Konzerne geben bis auf wenige Ausnahmen einen alarmierenden Eindruck ihres Digitalisierungsstandes in den jeweiligen Geschäftsberichten, in der Regel nämlich ohne konkrete Beispiele.

Zum Glück sind hier jedoch die Automobilhersteller, namentlich Daimler und Volkswagen sehr weit vorne zu finden.

Allerdings halte nicht bei allen Dax-30-Konzernen die Umsetzung von Digital-Projekten mit den digitalen Herausforderungen Schritt, stellen die Studienautoren klar. Bei einigen Konzernen gehe die „konkrete Umsetzung digitaler Projekte“ zum Teil „stark zurück“. Ebendas habe man zum Beispiel bei der Lufthansa, der Deutschen Post, der Deutschen Börse oder auch der Allianz festgestellt.

„Für uns zeigt die Untersuchung eine konträre Entwicklung“, sagt Julian Kawohl, Inhaber der Professur für Strategisches Management an der HTW. Es gebe keinen Grund, bei den Digitalisierungsaktivitäten nachzulassen. „Nur mit einer konsequenten Digitalisierung können weltweit operierende Unternehmen konkurrenzfähig bleiben. Wenn die zunehmende Berichterstattung zu Digital-Themen aber nicht mit der realen Entwicklung übereinstimmt, kann das ein falsches Signal an die Anteilseigner sein.“

Zusammen mit seinem Co-Autor Patrick Hüpel wertete Kawohl für die Studie die Geschäftsberichte der Jahre 2014 bis 2016 „detailliert aus“, wie es heißt. Um die Digitalisierungs-Aktivitäten qualitativ bewerten zu können, haben die zwei Wissenschaftler eigens für die Studie den sogenannten „Digital-Index“ entwickelt. Damit würden „alle relevanten Aktivitäten“ herausgefiltert, die Rückschlüsse auf die Wettbewerbsfähigkeit und zur digitalen Ausrichtung der Dax-30-Unternehmen zulassen, behauptet man.

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Quelle: t3n.de