Digitalisierung: Treten die Zulieferer aus dem Windschatten der Hersteller?

Interessante Artikel über die Zukunft von Automobilzulieferern, die in Zeiten von Shared Mobility ihre Chance wittern, aus dem Schatten der OEMs zu treten.

Dass neue Automotive-Player mit Zulieferern in den Jagdgründen der Hersteller wildern, liegt zunächst an den Verheißungen der neuen Mobilität. Einer Studie des Beratungshauses PwC zufolge könnte durch die technologischen Veränderungen rund um das Auto die Wertschöpfung von heute 63 auf 77 Milliarden Euro im Jahr 2030 ansteigen – wovon die Zulieferer spürbar profitieren würden. „Trends wie autonomes Fahren, Carsharing oder Elektromobilität verlangen nach tiefgreifenden Veränderungen, bieten für die Zulieferindustrie aber auch große Chancen“, sagt PwC-Experte Felix Kuhnert. „Wer sich frühzeitig auf diesen Wandel einstellt, wird entsprechend profitieren.“ Dazu gehören auch die Potenziale autonomer Fahrsysteme, für die Zulieferer durchaus Entwicklungskompetenz besitzen – wie man an den zahlreichen People-Mover-Studien sehen kann. Dazu kommt die Wertschöpfung durch neuartige Connectivity-Bausteine oder intelligentes Interieur, die ganz neue Geschäftsmodelle möglich macht. Auch die in Zukunft noch stärker in den Fokus rückende Shared Mobility eröffnet den OES (Original Equipment Supplier) neue Chancen. Die Frage steht offen im Raum: Wird sich die Zulieferindustrie – allen voran multinationale Konzerne wie Bosch, Continental, Magna, Schaeffler oder ZF – damit begnügen, in der neuen Mobilitätswelt in der Rolle von Teilelieferanten zu verbleiben?

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