Digitalisierung: Volkswagen erprobt 5G für die Produktion

Bildquelle: www.volkswagenag.com

Volkswagen geht einen weiteren Schritt in Richtung einer vollvernetzen Fabrik. Ab sofort gibt es am Stammwerk Wolfsburg ein lokales 5G-Standalone-Netz („Campusnetz“), das zunächst das zentrale Entwicklungs-zentrum und die Pilothalle der Produktion umfasst. Ziel des Pilotprojekts ist es, die 5G-Technologie unter den hohen Anforderungen der Autoproduktion zu testen und für den zukünftigen industriellen Serieneinsatz weiterzuentwickeln. Genutzt wird dafür eine exklusive 5G-Funkfrequenz für eine sichere und verzögerungsfreie Übertragung von Daten.

Im Volkswagen-Werk in Wolfsburg gibt es heute bereits rund 5.000 Roboter, hinzu kommen viele weitere Maschinen und Anlagen. In Zukunft erfordert ihre Steuerung und Überwachung eine sichere und verzögerungsfreie Übertragung von Daten. Die Latenz, also die Zeit mit der Daten durch das Netz geschickt werden, reduziert sich mit dem 5G-Funk erheblich gegenüber anderen drahtlosen Kommunikationstechnologien wie etwa WLAN. Die 5G-Technologie bietet extrem kurze Latenzzeiten von bis zu einer Millisekunde, Datenübertragungsraten im Gigabitbereich und eine hohe Zuverlässigkeit auch bei großer Auslastung. So werden mit der kabellosen Kommunikation in Echtzeit viele Anwendungen einer smarten Fabrik erst möglich.
Ein Szenario, das in der Pilotphase unter realen Laborbedingungen in Wolfsburg erprobt werden soll, ist das kabellose Aufspielen von Daten auf produzierte Fahrzeuge. Mit immer höheren Digitalisierungsgraden und vollvernetzten Fahrzeugen wird im Produktionsprozess die Übertragung großer Datenmengen in die Autos erforderlich. 5G ermöglicht es, dieses „digitale Betanken“ deutlich schneller sowie zeitlich flexibel während der Produktion zu erledigen.

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