Digitalisierung: Wie sieht die Service-Werkstatt der Digitalisierung bei Volkswagen aus?

Interessante Einsichten hier in das 10X, die Digitalisierungs-Service-Werkstatt bei Volkswagen.

In einem Pilot-Raum in der IT:City zeigen die Digitalisierungsexperten des Konzerns, wie die Entwicklungsarbeit der Zukunft aussehen kann: agil, kollaborativ – und immer aus der Sicht des Kunden.

Es ist kurz nach 9 Uhr, der Workshop hat gerade begonnen. Frischer Kaffee wird gekocht und das Müsli in der Frühstücksecke ist vorbereitet. Im 10X des X Centers (der Bürofläche der Digitalisierung) in der IT:City von Volkswagen in Wolfsburg herrscht bereits Betrieb. Hier wird gemeinsam an der Weiterentwicklung des X-Shuttles gearbeitet – einem „Van-Pooling“ Service für die Volkswagen Mitarbeiter, der seit einigen Monaten zwischen Braunschweig und Wolfsburg erprobt wird. Im Interview erklären Linus Schaaf und Daniel Canis aus dem Konzernbereich Smart Mobility der Digitalisierung (K-GXM), warum gerade das 10X der ideale Ort für die Entwicklung von Diensten ist.

Seit September arbeiten Sie im Pilot-Raum, der sich 10X nennt. Was hat es damit auf sich?
Linus Schaaf: Mit dem 10X verbinden wir das Ziel, neue Arbeitsmethoden zu erproben. Der Raum wurde geschaffen, um individuelles und kollaboratives Arbeiten fließend miteinander zu verbinden. Es ist die Kombination aus Methode, Service-Entwicklungsprozess, Moderation, digitaler Kollaborationsplattform und Kreativ-Raum. Neuartige Ideen sollen hier greifbar und zielgerichtet gestaltet werden, damit die Beteiligten schon früh im Entwicklungsprozess lernen, die Perspektive der Kunden einzubeziehen. Es ist JJ‘s Anliegen (Johann Jungwirth, Leiter Digitalisierung), dass die „Human Experience“ bei der Entwicklung im Vordergrund steht, also der Mehrwert für den Kunden; den Menschen. Das Interesse war von Anfang an groß, seit dem Start war der Raum jede Woche gebucht. Zudem zeigen wir unsere Arbeitsweise des Service Designs und das 10X regelmäßig Besuchern, um die digitale Transformation erlebbar zu machen.

Was macht den Raum so besonders?
Linus Schaaf: 10X steht für „10times thinking“, also 10-fach weiter zu denken. Im 10X befinden sich zahlreiche digitale Arbeitsmittel, die alle miteinander vernetzt sind. Dazu gehören neben den digitalen Whiteboards beispielsweise die Experience Corner für das Nachstellen von Szenen aus der Lebenswelt des Kunden, der Touch-Table, 3D-Drucker und sowie weitere digitale Tools. Interaktives Arbeiten ist dadurch hervorragend möglich und der Schlüssel dazu ist eine Kollaborations-Software namens DEON, die als Bindeelement fungiert. Sie erlaubt es, Inhalte in ganz unterschiedlichen Formaten visuell darzustellen. Somit ist sogar später die Kommunikation von 10X Raum zu 10X Raum möglich – um interdisziplinär mit den jeweiligen Partnern im Konzern in Echtzeit zusammen zu arbeiten. Das 10X ist in dieser Form im Konzern bislang einzigartig und ein Leuchtturm-Projekt.

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