Elektromobilität: Analysten bewerten Apple-Car

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Welche Technik in dem Auto des iPhone-Herstellers stecken könnte, haben sich die Analysten von IHS Markit angesehen. Nicht in allen Bereichen dürfte der Konzern den etablierten Autobauern überlegen sein.

Für verschiedene Technikfelder könnte Apple als Marktführer oder Verfolger antreten. Die Analysten rechnen allerdings nicht damit, dass Apple Fahrzeuge auf den Markt bringt, die auf dem Automatisierungslevel 4 stehen; also hochautomatisiert fahren können. Sie halten es für wahrscheinlicher, dass die Funktionen auf Stufe 2, 2 plus oder 3 beginnen. Daher sehen sie Apple im Widerspruch zu den Berichten von Bloomberg eher in einer Verfolgerposition beim autonomen Fahren.

Eine Führungsrolle würde Apple mit hoher Wahrscheinlichkeit bei der Vernetzung einnehmen. Das Ökosystem aus hauseigenen Apps und der Cloud-Plattform spielten mit großer Wahrscheinlichkeit eine wichtige Rolle. „Es liegt nahe, dass Apple seinen App Store einbindet. Es ist aber auch sehr wahrscheinlich, dass Apple versuchen wird, einen entwicklungsfreundlichen Rahmen für die Zertifizierung von Automobil-fähigen Anwendungen für das Fahrzeug zu schaffen“, heißt es in dem Report weiter.

Auch bei der Kommunikation mit der Infrastruktur würde Apple vermutlich vorne mitspielen. Bei den Patenten in dem Bereich sei Apple „aggressiv“.

Die Analysten haben sich weiter auch die Bereiche Halbleiter, Software und User Interface sowie User Experience angesehen. In allen drei Feldern würde Apple ebenfalls eine führende Rolle bei der Technik einnehmen.

Bei der Software dürfte Apple wie üblich auf hauseigene Funktionen setzen. Die enge Integration von Hardware, Software und Diensten sei der Schlüssel zu Apples Designphilosophie. Es sei davon auszugehen, dass die Software-Strategie von Apple im Automobilbereich eine tiefere Kontrolle über den Stack als bei den meisten anderen Automobilherstellern umfassen wird. Das schließe das Betriebssystem, Middleware und Analyse- sowie Konnektivitätsfunktionen ein.

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