Elektromobilität: Autohersteller übernehmen Wertschöpfung von Zulieferern

Bildquelle: ecomento.de

Autokonzerne werden nach einer Studie der Unternehmensberatung Alix Partners mehr elektrische Wertschöpfung von Zulieferern übernehmen. Die Investitionspläne der Hersteller ließen erwarten, dass die Systemintegration und ein erheblicher Anteil an Entwicklungsleistung von Zulieferern auf die Autokonzerne übergehe.

Führende Autokonzerne hätten bereits die Neuverteilung der elektrischen Wertschöpfung für die kommende Generation von E-Fahrzeugen definiert, so die Branchenexperten. Heute würden noch 90 Prozent der Systeme Batterie und E-Motor zugekauft – das werde sich vollständig ändern: Für rund 80 Prozent der kommenden E-Fahrzeuggenerationen würden diese Systeme nahezu komplett intern gefertigt.
Die Autobauer wollten die Wertschöpfung von der Zellfertigung über die Schaltung in Module bis hin zur elektrischen und thermischen Integration des Batteriepacks beherrschen. Die Montage des Elektromotors werde spätestens mit der übernächsten E-Generation vollständig bei ihnen liegen, prognostizieren die Berater.
Als Komponenten zugekauft würden weiterhin Rotor- und Statorpakete und Rotorwellen, ebenso die Leistungselektronik aus Wechselrichter, Spannungswandler und Thermo-Management. „Hier besteht für Zulieferer die größte Wahrscheinlichkeit, Systemlieferant zu bleiben“, sagt Alix Partners. Aber Systemintegration und damit verbunden auch ein erheblicher Anteil an Entwicklungsleistung werde von Zulieferern auf die Autohersteller übergehen. Der relevante Markt für Zulieferer dürfte sich 2025 auf 36 bis 52 Milliarden Euro beschränken. Zur Einordnung: Der gesamte Verbrennermotor-Markt beträgt heute laut den Beratern etwa 200 Milliarden Euro inklusive Eigenfertigung der Autohersteller.

Keine News mehr verpassen!
Quelle: ecomento.de