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Elektromobilität: Batterie-Geheimnisse des Audi e-tron

Audi hat die ersten Batterie-Details über den Audi e-tron bekanntgegeben.

Der Tesla-Stachel sitzt tief bei Audi. Deswegen können sich die Ingolstädter die eine oder andere Spitze nicht verkneifen. „Bei uns schafft das Auto auch die sechste Vollgas-Beschleunigung ohne Probleme“, heißt es mit einem verschmitzen Lächeln. Damit dieses Unterfangen auch klappt, ist eine effiziente Kühlung der Akkus unabdinglich. Die Lithium-Ionen-Batterie wird mit Hilfe von Aluminium-Strangpressprofilen, die per Spezialkleber von unten an die Akkus geklebt werden, durch eine Flüssigkeit gekühlt. Ergänzt wird diese Maßnahme durch einen sogenannten „Chiller“, der Teil eines Niedertemperatur-Kühlkreislaufs ist, der mit einem Kompressor betrieben wird sowie einem Niedertemperatur-Kühler der sich hinter beweglichen Lamellen des Kühlergrills befindet. Dazu kommen eine integrierte Wärmepumpe und ein wassergekühltes Hochvoltlade-Gerät. Insgesamt sind vier Kühlkreisläufe vorhanden, die je nach Bedarf kombiniert werden können. So werden die 36 Module, in denen sich ingesamt 432-Pouch-Zellen befinden in einem stabilen Temperaturfenster von 25 bis 35 Grad gehalten. Das soll auch bei extremeren Bedingungen, von bis zu Minus 20 Grad oder plus 40 Grad klappen, damit die Batterie mindestens 250.000 Kilometer lang hält.
Die Akkus befinden sich im Unterboden des e-tron und sind 2,28 Meter lang, 1,63 Meter breit und 34 Zentimeter hoch. Damit diese geballte Ladung bei einem Unfall nicht in Flammen aufgeht, muss einiges getan werden. Schließlich soll der Audi e-tron rund 80.000 Euro kosten. Ein Unterbodenschutz und eine Gehäusewanne bilden die Grundlage. Ergänzt werden diese durch einen Rahmen und einem Aluminium-Batteriegehäuse, das als Fachwerkstruktur gehalten ist. Dazu kommen noch Profile am Rand und die Tatsache, dass das Batteriegehäuse mit 35 Schrauben befestigt ist. Das erwähnte Batteriegehäuse nimmt sowohl frontal einwirkende Kräfte als auch die kinetische Energie bei einem Seitencrash auf. Vor allem der erste Einschlag ist da sehr entscheidend, damit die Insassen keinen zu großen Belastungen ausgesetzt sind.

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