Elektromobilität: BMW setzt jetzt doch auf eigene E-Auto-Plattform

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BMW ändert seine Elektro-Strategie und entwickelt jetzt doch eine eigene E-Antriebs-Plattform. Damit setzt sich Betriebsratschef Manfred Schoch durch, der dies bereits im Sommer gefordert hatte. Zum Einsatz kommen soll die neue Plattform nach 2025 im neuen Werk in Ungarn.

BMW rückt von seiner Strategie ab, alle Antriebe auf derselben Plattform zu bauen, und entwickelt jetzt doch eine eigene Elektro-Architektur."Wir richten unsere Fahrzeugarchitektur ab Mitte des Jahreszehnts neu aus", kündigte Vorstandschef Oliver Zipse an.

Vor allem der eigene Betriebsrat hatte bereits im Sommer gefordert, eine eigene E-Antriebs-Pattform zu entwickeln. "Nur mit einer eigenen E-Architektur können wir die Vorteile eines Elektrofahrzeugs voll ausschöpfen", sagte Betriebsratschef Manfred Schon damals. Bei der jetzt aufgelegten flexiblen Architektur für alle Antriebe müssten einfach zu viele Kompromisse eingegangen werden. "Eine E-Plattform wäre für BMW dringend erforderlich, um von Wettbewerbern aus Kalifornien oder China nicht überholt zu werden."

Jetzt macht Zipse das Thema sogar zur Chefsache. Für die Entwicklung der neuen E-Plattform sei nunneine neue Abteilung gegründet worden. "Dieser Bereich berichtet direkt an mich", betonte Zipse. "Er ist mit allen Ressorts organisatorisch vernetzt – Märkte, Finanzen, Beschaffung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb. Das gibt uns mehr Durchgriff und macht uns viel schneller – auch in der Zusammenarbeit mit Partnern."

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