Elektromobilität: Daimler plant für alle neuen Modellreihen das Elektromodell zuerst

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Bevor Mercedes-Benz 2021 die vollelektrische Oberklasse-Limousine EQS und weitere reine Stromer einführt, bringen die Schwaben in diesem Jahr die neue Generation der S-Klasse mit Verbrennungsmotoren auf den Markt. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung erklärte Daimler-Chef Ola Källenius, wie der Konzern die E-Mobilität vorantreibt und warum das behutsamer als bei E-Auto-Pionier Tesla geschieht.

Dass Daimler statt Hybriden nicht einfach wie Tesla nur vollelektrische Autos baut, begründete Källenius mit den anderen Voraussetzungen bei dem Traditionskonzern. Zwar sei klar, dass die Zukunft emissionsfrei und elektrisch ist, als etablierter Hersteller könne man aber „nicht einfach 300.000 Mitarbeiter nach Hause schicken und mit 20.000 wieder eingestellten eine Elektroauto-Firma aufbauen“. Politik und Gesellschaft müssten die Kosten und Geschwindigkeit im Blick behalten.
Daimler finanziere die Transformation zur E-Mobilität mit eigenem Cashflow, unterstrich der Vorstandschef. Im für das Unternehmen zentralen oberen Segment werde man eine breite Palette an Stromern ausrollen. Auch die Sportwagen-Tochter Mercedes-AMG werde elektrifiziert – zunächst mit Hybriden, perspektivisch sei aber eine vollelektrische Zukunft für die Marke vorgesehen. „Und wir haben einen Paradigmenwechsel beschlossen. Künftig wird für alle neuen Modellreihen das Elektroauto zuerst entwickelt“, unterstrich Källenius. „Wir haben die Weichen gestellt. Aber die Reise geht mindestens über zehn Jahre.“

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