Elektromobilität: Das Geheimnis des Mercedes-EQXX-Akkus

Bildquelle: www.auto-motor-und-sport.de

Heute schauen wir uns einmal die Batterietechnologie des Mercedes EQXX an. Interessant!

Der Motor kommt im Bestfall auf einen Wirkungsgrad von 98 Prozent, ist vergleichsweise klein und arbeitet daher entsprechend oft im optimalen Bereich, bei der Leistungselektronik setzt Mercedes wie Tesla und Hyundai auf Silizium-Karbid, was 50 Prozent weniger Verluste bringt und selbst Getriebe- sowie Motorlager sind auf extremen Leichtlauf ausgelegt.

Statt wie aktuell üblich aus Graphit, bestehen die Anoden im EQXX-Akku aus Silizium. Das ist zwar nicht leichter als Graphit, ein Silizium-Atom kann aber vier Lithium-Ionen speichern, während sechs Graphitatome nötig sind, um ein Lithium-Ion unterzubringen.
Das alles erlaubt dem EQXX sogar auf einen Teil der Batteriekapazität des EQS zu verzichten: Statt rund 108 hat er nur rund 100 kWh zur Verfügung. Aber die haben es in sich: Der Akku ist erheblich energiedichter als der des EQS. Volumetrisch ist er laut Mercedes mit 400 Wh/l rund 50 Prozent besser, gravimetrisch sind es 30 Prozent. Der EQS-Akku wiegt 692, der des EQXX nur 495 Kilogramm. Alex Bloch (siehe Video) rechnet anhand der von Mercedes genannten Verbesserung aus, dass der EQXX statt wie der EQS auf 160 Wh/kg auf 210 Wh/kg kommen müsste – ein Wert der vor nicht allzu langer Zeit schon auf Zellebene als gut galt, beim EQXX bezieht er sich auf die Gesamtbatterie. Die profitiert hierbei von einer lediglich passiven Kühlung durch den Fahrtwind, der eine der Aerodynamik wegen flache Platte im Fahrzeugboden an der Akku-Unterseite bestreicht. Fehlende Kühlflüssigkeit und -leitungen sparen natürlich auch Platz, die Zellen können näher aneinander rücken.

Keine News mehr verpassen!
Quelle: www.auto-motor-und-sport.de