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Elektromobilität: “Das neue Normal”

Sehr spannendes Interview mit Christian Senger, bei VW verantwortlich für die Baureihe e-Mobility. VW wird seine Elektromodelle klimaneutral anbieten!

Herr Senger, Sie haben sich auch früher bei BMW schon mit Elektromobilität auseinandergesetzt. Woher nehmen Sie die Zuversicht, dass der neue VW ID. im Unterschied zum BMW i3 von Anfang an ein Erfolg sein wird?Der ID. wird durch die Alltagstauglichkeit bestechen, durch eine größere Mindestreichweite. Das Schnellladen ist von Anfang an möglich. Außerdem sind wir in der Lage, den Verkaufspreis nahe an die eines vergleichbaren Dieselautos heran zu führen. Und: Die Ladeinfrastruktur ist heute wesentlich besser als seinerzeit bei der Markteinführung des BMW i3. Vor fünf Jahren war Infrastruktur für eine elektrische Langstreckenmobilität praktisch nicht vorhanden. Damals brauchte man auch 50 Karten von Energieversorgern, um durch die Republik zu kommen. In 2020 wird Elektromobilität signifikant besser und einfacher sein.

Sie rechnen aber auch mit ganz anderen Produktionszahlen: Die Rede ist jetzt von 15 statt 10 Millionen Autos, die ab 2020 auf der Plattform des ID., dem Modularen Elektro-Baukasten MEB, entstehen sollen. Woher nehmen Sie den Mut zu solchen Größenordnungen? Aus den aktuellen Zahlen des Marktes. Die Produktion des e-Golf ist heute schon komplett ausgelastet, können sie auch nicht mehr steigern, weil wir nicht genügend Batterien bekommen. Beim ID. planen wir deshalb von Anfang an eine wesentlich höhere Grundauslegung. In Nordeuropa kämpfen die Händler um jedes Auto – deren Bestellwünsche können wir gar nicht alle erfüllen. Auch die Gebrauchtwagen werden aufgesaugt. Das zeigt mir: Der Kunde ist bereit für die Elektromobilität.

Auch der in Deutschland? Das Interesse wächst, aber die Kaufbereitschaft ist noch verhalten.Unser Heimatmarkt steht der Elektromobilität tatsächlich noch sehr reserviert gegenüber.

Volkswagen will den neuen ID. klimaneutral an seine Käufer übergeben und stellt deshalb seine eigenen Werke auf Grünstrom um. Die Zulieferer müssen folgen – oder weichen.

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