Elektromobilität: Die unterschiedlichen Strategien der Hersteller

Interessante Übersicht über die verschiedenen Strategien der Hersteller bei der Elektromobilität.

Volkswagen setzt auf eine reine E-Architektur
Auf der MEB-Architektur wird eine Reihe von Modellen verschiedener Größenklassen entstehen – vom Kleinwagen, wo Seat die Entwicklungsführerschaft besitzt, bis hin zu gehobenen Crossover-Limousinen. Eine Reihe von Prototypen deutet an, wie VW sich ein künftiges Elektroprogramm vorstellt. Erstes Serienauto ist der ID.3, für den bereits Anzahlungen entgegengenommen werden.
Wenn VW für 2025 jährlich eine Million Elektroautos ankündigt, so sollen diese Stückzahlen vor allem auf Grundlage des MEB-Baukastens entstehen. Doch es gibt noch ein weiteres Standbein: Den PPE-Baukasten, der gemeinsam von Audi und Porsche entwickelt wird. Er soll das obere Marktsegment abdecken, wobei es bei der Größe der Fahrzeuge zwischen MEB und PPE Überschneidungen geben dürfte.

BMW nutzt flexible Plattformen
Und kaufen die Kunden? Mit genau dieser Frage muss sich die Marke BMW auseinandersetzen, seit sie mit dem i3 das erste vollelektrische Auto vorgestellt hat, voller Technologie, teurer Materialien und pfiffiger Ideen. Die Marktresonanz auf den i3 war derart zurückhaltend, dass sich die Bayern mit Nachfolgemodellen zunächst zurückgehalten haben.
Doch jetzt geht es voran – mit unterschiedlichen Modellen: Zunächst kommt ein elektrischer Mini, 2020 folgt der vollelektrische iX3, eine Ableitung des X3 mit 400 Kilometern Reichweite; er soll im chinesischen Shenyang für den Weltmarkt gefertigt werden. 2021 kommt der i4, technisch eng verwandt mit dem kommenden 4er Gran Coupé. Und schließlich arbeitet BMW am Technik-Flaggschiff iNext, einem Crossover-SUV, das in Sachen Telematik und autonomem Fahren eine neue Ebene erreichen soll.

Smart als Warnung
Und Daimler? Dort hat man mit den elektrischen Smart-Modellen und dem EQC bereits vollelektrische Autos im Sortiment. Bei Smart musste der Hersteller jedoch bereits einen empfindlichen Schlag wegstecken: Die Resonanz auf den Wegfall der Verbrenner war in den USA so negativ, dass die gesamte Marke kurzerhand gestrichen wurde. Der EQC ist ein relativ frühes Elektroauto, das noch auf der Architektur des GLC basiert.
In Zukunft wird es bei Daimler eine modellübergreifende Elektroarchitektur geben, die auf den Namen EVA hört; die Autos sollen auf vier Kontinenten gebaut werden. Das Thema Smart wird hingegen zu einem mit der chinesischen Marke Geely gegründeten Joint Venture ausgelagert. Man darf sich auf rasche Resultate einstellen, zumal den Chinesen im Umgang mit verlustbringenden Projekten eine gewisse Ungeduld nachgesagt wird.

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