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Elektromobilität: Einblicke in VW’s Strategie mit dem VW ID

Interessante Einsichten in die Ausrichtung des VW ID.

Selbst wenn der Vorwärts-Rückwärts-Schalter wie beim BMW i3 jetzt neben dem Tacho montiert ist, muss man sich am Steuer nicht groß umstellen. Einsteigen, anlassen, losfahren, das funktioniert im ID so wie im Golf. Und dass der Stromer mit Rücksicht auf die Reichweite irgendwo zwischen 160 und 180 Kilometern pro Stunde abgeregelt wird, dürfte im ID kaum jemanden stören – zumal Welsch schon jetzt mit einem elektrischen Pendant zum GTI liebäugelt, “weil auch bei der Elektromobilität die Emotionen nicht zu kurz kommen dürfen”.

Fürs erste wird es den ID wohl nur mit einer Motorvariante mit um die 150 kW, aber drei Akku-Paketen geben. Selbst die kleinste Batterie soll auf eine Reichweite von 330 Kilometern kommen (WLTP-Messverfahren), für den größten stellt VW 550 Kilometer in Aussicht.

Cockpit des ID setzt neue Maßstäbe

Dass sich der ID trotzdem anders anfühlt als der Golf, hat nur indirekt mit dem Antrieb zu tun. Zum einen liegt das an der Plattform, die erst mit dem Abschied vom Verbrenner möglich wird. Mit dem Akku im Boden und dem kleinen E-Motor an der Hinterachse wird der Radstand um etwa zehn Zentimeter gestreckt. Der ID bietet bei einer ähnlichen Länge von 4,25 Metern vor allem auf der Rückbank spürbar mehr Platz als sein konventioneller Cousin – auch, weil der Mitteltunnel im Fußraum überflüssig wird.

Zum anderen macht das Anzeige- und Bedienkonzept den Unterschied. Während das Steilheck zumindest unter der Tarnung gewöhnlich wirkt, ist das Cockpit des ID ein, zwei Generationen weiter. Wer bei der Testfahrt kurz die Tarnmatten um das Lenkrad lüftet, sieht nur ein kleines digitales Kombiinstrument und einen großen Touchscreen mit kunterbunten Grafiken.

Abbiegepfeile im Head-Up-Display zeigen auf die Straßen

Es gibt ein Head-Up-Display, das nicht nur Grafiken in die Frontscheibe projiziert, sondern seine Anzeigen erstmals an die reale Umgebung anpasst. Die Grafik wirkt weiter entfernt, und die Navigationspfeile weisen nicht nur nach links oder rechts, sondern zeigen tatsächlich in die Straße, die man nehmen muss.
Außer den Fensterhebern werden alle Schalter durch Sensorfelder ersetzt. Ein neues Beleuchtungskonzept soll die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine erleichtern. Dafür ist unter der Frontscheibe eine Leiste mit Lauflichtern eingezogen, die vorm Abbiegen die Richtung vorgeben, eingehende Anrufe anzeigen oder beim Laden Auskunft über den Akku-Füllstand geben.
Was den ID für Welsch so wichtig macht, ist aber nicht allein seine Rolle als erstes dezidiertes Elektroauto. Mit dem ID führt VW auch den Elektrobaukasten MEB ein, aus dem alle künftigen Elektroautos der Marke und der meisten Konzerntöchtern entstehen sollen. Bis 2022 sollen das 27 Autos sein.

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