Elektromobilität: „Elektro- und Hybridangebot schnell ausbauen“

Bildquelle: www.auto-motor-und-sport.de

Interessantes Interview mit dem CEO der Marke Volkswagen, Ralf Brandstätter, über deren Aufgaben bei der Transformation, die Zukunft der automobilen Antriebe und die Pflege des VW-Markenkerns.

Sie haben mit dem ID.3 und dem ID.4 das Zeitalter der E-Mobilität gestartet. Wie sind die ersten Wochen gelaufen?
Der ID.3 steht bei Volkswagen für eine neue Ära. Er wird der Golf des elektrischen Zeitalters. Wie immer bei Volkswagen war mit diesem Fahrzeug unser Ziel, innovative Technologie in der Breite für die Autofahrer anzubieten. Mit allen Vorteilen, die der E-Antrieb bietet: Fahrdynamik, Platz, positive Effekte für die Umwelt und Vollvernetzung. Aufgrund der hohen Kosten für das Kernstück des E-Fahrzeugs, die Batterie, eine ehrgeizige Aufgabenstellung. Mit der neuen E-Plattform MEB ist uns hier ein Durchbruch gelungen, mit dem wir Grundlagenarbeit für den ganzen Konzern leisten. Wir haben das Automobil von Grund auf neu entwickelt und freuen uns über die gute Nachfrage mit über 35.000 Bestellungen: Rund 20.000 Autos sind schon bei den Kunden, und für den ID.4 liegen bereits Bestellungen im vierstelligen Bereich vor.

Noch nie waren die Herausforderungen für die Automobilindustrie so groß wie in der Phase der laufenden Transformation. Ist Volkswagen schnell genug unterwegs?
Die Umwelt fordert von uns verantwortungsvolles Handeln. Zu den scharfen CO2-Flottenzielen gibt es keine Alternative. Sollte Europa den Green Deal beschließen, wird der Handlungsdruck noch größer. Daher die konsequ ente Umstellung auf emissionsfreie E-Antriebe. Uns muss aber klar sein, dass die Rechnung erst aufgeht, wenn wir auch ausreichend regenerativen Strom laden können. Hier sind wir mit unseren modernen Verbrennerfahrzeugen und der laufenden E-Offensive gut aufgestellt. Die zweite, die digitale Transformation bedeutet für das Auto eine Revolution. Die strategischen Weichen sind im Konzern mit der Gründung der Car.Software-Organisation gestellt. Auch hier nimmt der Konzern inzwischen eine führende Position ein.

Denken Sie über neue Vertriebsmodelle nach?
Daran arbeiten wir. Natürlich möchten wir auch diejenigen bedienen, die kein eigenes Auto besitzen möchten. Unser Geschäft ist Mobilität.

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