Elektromobilität: Elektroauto-Entwicklung günstiger als Euro-7-konforme Verbrenner sagt Nissan

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Nissan-COO Ashwani Gupta wurde kürzlich bei einer Branchenkonferenz der Financial Times darauf angesprochen, wann die Verbreitung von Elektroautos in Europa eine kritische Masse erreichen werde. Er sagte, dass die Hersteller zum Erfüllen der Euro-7-Norm neue herkömmliche Antriebe oder Elektroautos einsetzen könnten, die Entscheidung hänge von den Kosten ab. Für Nissan sei der Aufwand für die Entwicklung von Verbrennungsmotoren, die den neuen gesetzlichen Vorgaben entsprechen, höher als der für Elektroautos. Er gehe daher davon aus, dass die Trendwende früher als das Jahr 2030 kommen wird.

Gupta merkte an, dass die Nachfrage der Kunden der entscheidende Faktor sei. „Für Nissan ist Elektrifizierung nicht die Zielvorgabe, es sollte vielmehr die Konsequenz aus der Wahl der Kunden sein. Wir werden unser Angebot bis Ende 2022 elektrifizieren, dann wird der Kunde entscheiden, was die beste Antriebsart ist.“ Möglicherweise steigen die Verbraucher in Europa schon früher als erwartet auf reine Elektromobilität um, Nissan sehe seine Aufgabe daher darin, bei den Kosten und der Leistung wettbewerbsfähige Autos anzubieten.
Um die Gesamtbetriebskosten für Elektroautos zu senken, arbeitet Nissan laut Gupta an neuer Technologie, mit der die Kosten der nächsten Generation von Batterien auf um die 100 Dollar pro Kilowattstunde (kWh) gesenkt werden können. Anschließend seien 75 Dollar/kWh das Ziel.

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Quelle: ecomento.de