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Elektromobilität: Notwendigkeit einer Batteriezellenproduktion in Europa

Interessanter Artikel über den Sinn einer Batteriezellenproduktion in Europa.

Warum wollen Europa und Deutschland nun selbst Zellen produzieren?

Auf die Batterie entfällt ein entscheidender Anteil des Mehrwerts eines Elektroautos. Die Politik will diese Wertschöpfung nicht den Asiaten überlassen, sondern sie gerne innerhalb der EU realisieren. Zudem dürfte es für Politik und Hersteller leichter werden, Einfluss auf die Festlegung von technischen Normen und Umweltschutzregelungen zu nehmen, wenn die Produktion von europäischen Konzernen übernommen wird. Natürlich spielen auch allgemeine industriestrategische Überlegungen eine Rolle – die europäischen Autohersteller sollen eben nicht in existenzielle Abhängigkeit von Akkuherstellern am anderen Ende der Welt geraten.
Warum kommt jetzt Schwung in die Sache?

Eigentlich war eine eigene Zellenproduktion in Deutschland branchenweit ad acta gelegt, nachdem Daimler im Jahr 2015 mit seiner eigenen Zellenproduktion im sächsischen Kamenz Schiffbruch erlitten hatte. Zwar gab es immer wieder Vorstöße anderer Branchenvertreter, die zumindest vorsichtige Pläne und Absichtserklärungen hinsichtlich einer Zellenproduktion verlauten ließen, konkret wurden die Pläne aber nie.

Anfang 2018 hat die EU jedoch einen Fahrplan für eine europäische Batterie-Allianz vorgelegt, der klären will, wie eine europäische Zellproduktion aussehen könnte. Seit kurzem setzt sich auch das Bundeswirtschaftsministerium öffentlich für die Produktion von Batteriezellen in Deutschland ein und stellt eine Milliarde Euro Anschubfinanzierung in Aussicht. Der Zeitpunkt erscheint günstig, aus mehreren Gründen, die außer im absehbar steigenden Batteriebedarf vor allem in den Eigenschaften der geplanten Batterien liegen.

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