Elektromobilität: One-Pedal-Driving im Elektroauto

Ich hatte vor ein paar Wochen schon einmal einen interessanten Artikel warum wir bei Elektroautos das Fahren vielleicht neu "erlernen" müssen. Warum? Weil in Zukunft das Lenkrad und Pedale eventuell verschwinden werden.

Ein Elektroauto fährt sich nicht anders als jedes andere Auto? Das trifft weitgehend zu. Nicht allerdings beim Bremsen. Denn dafür braucht es im E-Mobil zunehmend kein eigenes Pedal mehr. Gesteuert wird die Fahrtgeschwindigkeit nur noch über das Gas: "One-Pedal-Driving" heißt der Fachbegriff, der außer für mehr Komfort auch für höhere Effizienz stehen soll.

Am konsequentesten setzt aktuell Nissan auf den neuen Fahrstil. Beim gerade vorgestellten Leaf der zweiten Generation gibt es die sogenannte E-Pedal-Taste, die den Ein-Pedal-Modus aktiviert. Dann kann das Bremspedal links liegen gelassen werden, denn schon allein durch das Lösen des Gaspedals wird stark und konsequent bis zum Stillstand verzögert. Kein Ausrollen wie bei konventionellen Autos, sondern richtiges Bremsen, das auch am Berg funktioniert.

Einer der Vorteile: Das Ganze funktioniert ohne den Einsatz von Bremsscheiben und -belägen, die dadurch deutlich länger halten. Statt ihrer sorgt der Elektromotor selbst für die negative Beschleunigung, indem er auf Generator-Betrieb umschaltet und den Schwung des Fahrzeugs in elektrische Energie umwandelt. Die wiederum wird später wieder zum Beschleunigen genutzt. Die Rückgewinnung der ansonsten in Form von Wärme verpuffenden Bremskraft ist im Elektroauto mit seinem leistungsstarken Generator deutlich effizienter als bei konventionellen Pkw mit Start-Stopp-System, wo meist nur ein kleiner E-Motor zur Stromgewinnung genutzt wird.

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Quelle: www.autohaus.de