Elektromobilität: Porsche setzt auf Ladeparks und induktives Laden

Interessantes Interview mit Otmar Bitsche, Leiter Entwicklung Elektrik, Elektronik, Elektromobilität, und Michael Kiefer, Leiter Hochvolt-Systeme bei Porsche Engineering, über die Ladestrategie bei Porsche.

Für seine selbst betriebenen Ladestandorte habe Porsche viel Arbeit in das Thema Benutzerfreundlichkeit gesteckt. “Unsere Ladesäulen unterscheiden sich allein schon optisch von den heute üblichen. Sie unterstützen den Kunden durch eine Konstruktion, welche das Ladekabel sauber führt”, so Kiefer. Zudem sei das Gesamtsystem “für geringste Leistungsverluste” ausgelegt. Das zahle sich bei den laufenden Kosten aus und spare dem Betreiber des Parks “sehr viel Geld.”
Neben dem Ladepark hat Porsche eine “ChargeBox” konzipiert. “Der Park ist für Standorte mit größeren Flächen ausgelegt, an denen ein sehr hoher Durchsatz an Ladevorgängen zu erwarten ist – 24 Stunden, sieben Tage die Woche. Mit einer kleinen Kompaktstation ist aber auch ein Ladepark in der Stadt möglich, etwa in einem Wohngebiet. Für alle Orte mit extremen Flächenproblemen gibt es unsere zweite Variante, die ChargeBox mit einer integrierten Batterie. Sie kann an das normale Niedrigspannungsnetz angeschlossen werden und ermöglicht trotz ihrer kompakten Abmessungen ebenfalls das Schnellladen” erläuterte Kiefer.
Schnellladen mit bis zu 350 kW
Der Porsche-Entwickler bekräftigte, dass die Zuffenhausener das Schnellladen in den Fokus rücken. Der Leistungsbereich beginne bei etwa 150 Kilowatt und reiche bis 350 Kilowatt. Später könnte es eine weitere Ausbaustufe mit noch mehr Leistung geben. Zum Vergleich: Teslas “Supercharger” laden aktuell mit bis zu 145 kW. “Niedrige Ladeleistung ist eigentlich nur fürs Heimladen akzeptabel”, so Kiefer. Er betonte, dass das erklärte, ehrgeizige Ziel von 20 Minuten Ladezeit für 400 Kilometer Reichweite, ohne langfristige Schäden an der Batterie möglich sei.

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Quelle: ecomento.de