Elektromobilität: Porsche steigt in Fertigung von „Hochleistungs-Batteriezellen“ ein

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Porsche hat Details zu der angekündigten Entwicklung und Produktion eigener Elektroauto-Batteriezellen veröffentlicht. Das Unternehmen investiere eine hohe zweistellige Millionen-Summe in die neue Cellforce Group GmbH.

Bei der Chemie der neuen Hochleistungszellen setzt Porsche auf Silizium als Anoden-Material. Damit sei es möglich, die Energiedichte gegenüber aktuellen Serienbatterien erheblich zu steigern. Die Batterie könne bei gleichem Energieinhalt kompakter ausfallen. Die neue Chemie verringere zudem den Innenwiderstand der Batterie. Dadurch könne diese mehr Energie bei der Rekuperation aufnehmen und sei zugleich beim Schnellladen leistungsfähiger. Eine weitere Besonderheit der Cellforce-Batteriezelle: Sie soll hohe Temperaturen besser vertragen. „Dies alles sind im Motorsport hoch geschätzte Eigenschaften. Andererseits verlangt die Rennstrecke nicht unbedingt, dass die Batterie auch bei Minusgraden funktioniert und jahrelang über viele Ladezyklen hinweg stabil bleibt – Ziele, die die neue Zelltechnologie ebenfalls gewährleisten soll“, erklärte Porsche.
Als Zell-Entwicklungspartner für die nächste Generation der Lithium-Ionen-Batterie hat Porsche das Chemieunternehmen BASF gewonnen. Im Rahmen der Zusammenarbeit stelle BASF exklusiv hochenergetische Kathodenmaterialien für Hochleistungszellen zur Verfügung, die ein schnelles Laden und eine hohe Energiedichte ermöglichen. In den BASF-Produktionsanlagen für Vorprodukte von Kathodenmaterialien im finnischen Harjavalta und für Kathodenmaterialien in Schwarzheide, Brandenburg, könne BASF ab 2022 Batteriematerialien mit einem branchenführend niedrigen CO2-Fußabdruck herstellen.

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Quelle: ecomento.de