Elektromobilität: Review des VW ID. 4 GTX

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Interessantes Review des VW ID.4 GTX. Lesenswert!

Technisch darf sich der GTX vom normalen ID 4 deutlicher absetzen. Dafür haben ihm seine Väter ein neues Antriebssystem gestrickt. Statt nur einem wie beim ID 4 dürfen beim GTX gleich zwei Elektromotoren gemeinsam anschieben. Je einer an Hinter- und Vorderachse. Sie bescheren dem ID 4 damit einen maximal variablen Allradantrieb, ganz ohne Knopfdruck, Kuppeln oder Kardanwelle.

Beide E-Maschinen arbeiten schnell mit der Regelelektronik von Bremsen und Fahrwerk zusammen und können so in Millisekunden die Kraft hin- und herschicken. Bei normaler Fahrt erledigt der Heckmotor seine Arbeit alleine. Schon weil er den höheren Wirkungsgrad hat. Fordert der Fahrer mehr Leistung, ist dynamischer oder auf glattem Untergrund unterwegs, macht der Frontmotor mit.

Der Oberkontrolleur dieses so genannten Dualmotor-Allradantriebs ist ein elektronischer Fahrdynamikmanager, an dem VW bereits seit fast 20 Jahren tüftelt – nicht größer als eine Zigarettenschachtel. Dieser kontrolliert penibel jede einzelne Bewegung des ID 4 GTX und arbeitet ganz eng mit der Stabilitätskontrolle sowie der Allradregelung zusammen. Er koordiniert alle Systeme und beschert dem GTX in jeder Fahrsituation eine bemerkenswerte Mischung aus Dynamik und Fahrsicherheit. Kein Wunder, dass Audi dieses Elektronik-Genie sowie die komplette Abstimmung des GTX 1:1 für ihren Technikzwilling Q4 übernommen hat. Ein Ritterschlag für die VW-Ingenieure.

Auch die Regelung der adaptiven Stoßdämpfer ist durchdacht: 200 Mal pro Sekunde kann sie die Härte der Stoßdämpfer anpassen. Was das fürs Fahrverhalten bedeutet, hat man uns so erklärt: Die Technik erkennt schon an der Art wie stark, aktiv und schnell der Fahrer in die Kurve einlenkt, was er vorhat. Alle Systeme werden entsprechend scharf gestellt und für den speziellen Fahrmoment konfiguriert. Die Folge: der über 2,2 Tonnen schwere Elektro-SUV fühlt sich in schnell gefahrenen Kurven ungeahnt handlich an, Gewicht und Abmessungen scheinen am Steuer auf die Größe eines viel kompakteren SUV zu schmelzen.

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