Elektromobilität: Skoda testet Schnellladetechnologie in Prag

Um die Kundenakzeptanz zu erhöhen, streben die Automobilhersteller kürzere Ladezeiten für Elektrofahrzeuge an. Skoda testet diesbezüglich nun eine kinetische Lösung in Prag.

Technisches Herzstück der Ladestation sind zehn Schwungräder in einem Container, die dort in einem Vakuum rotieren und beschleunigen, sobald Netzstrom zugeführt wird. Wenn ein Fahrzeug geladen wird, produzieren sie selbst Strom und verlieren an Drehzahl. Nach dem Ladevorgang benötigen die Schwungmassen jedoch Zeit, um diese wieder zu erhöhen. Bei der 100-kW-Säule in Prag dauert dieser Vorgang etwa 45 Minuten.
Das von Chakratec entwickelte System kann durch das Speichern überschüssiger Energie zwei Elektroautos gleichzeitig mit verdoppelter Geschwindigkeit laden. Anders als bei batteriebasierten Ladesäulen bleibt die Kapazität konstant hoch. Damit eignet es sich insbesondere für Orte, an denen die Stromleistung nicht ausreichend ist sowie für Autohäuser und Einkaufszentren.
Darüber hinaus handelt es sich bei dem rein mechanischen „Kinetic Power Booster“ um eine umweltfreundliche Technologie ohne chemische Batteriezellen, die rund 200.000 Schnelllade- und Entladungszyklen erlaubt. Dies entspricht nach Angaben des OEMs einer Lebensdauer von etwa 20 Jahren.

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