Elektromobilität: So entsteht der Pflicht-Sound für E-Autos ab 2019

Ab 2019 müssen Elektroautos zu hören sein. Interessanter Artikel über die Entwicklung des E-Sounds.

Grund ist die Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates Nr. 540/2014. Denn bis zum 1. Juli 2019 muss in neuen Typen von Hybridelektro- und reinen Elektrofahrzeugen ein akustisches Warnsignal (Acoustic Vehicle Alerting Systems, kurz AVAS) zum Schutz von Fußgängern installiert sein.So könnten E-Auto bald klingen 8 Sek.Genau zwei Jahre später gilt die in Artikel 8 festgehaltene Regel für alle neuen Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Was wiederum nicht heißt, dass es erst dann erfolgen muss.Die Verordnung regelt in Anhang VIII aber nicht nur, ab welchem Zeitpunkt Fahrzeuge mit dem AVAS ausgerüstet sein müssen. Auch Systemanforderungen werden aufgelistet. So muss das AVAS im Geschwindigkeitsbereich zwischen dem Anfahren und einer Geschwindigkeit von etwa 20 Kilometer pro Stunde sowie beim Rückwärtsfahren automatisch ein Dauer-Schallzeichen erzeugen. Warum nur bis Tempo 20? Weil ab höheren Geschwindigkeiten die Abrollgeräusche der Reifen selbst bei modernen Verbrennerfahrzeugen den eigentlichen Motorenklang übertönen. Interessant ist, dass es einen leicht zu erreichbaren Schalter geben muss, der die Aktivierung beziehungsweise Deaktivierung ermöglicht. Wichtig: Das AVAS muss beim Neustart des Fahrzeugs automatisch aktiviert sein. Gleichzeitig kann das es in der Lautstärke auf die Geschwindigkeit reagieren.UNO gibt erstes Beispiel für ein Geräusch Foto: Achim HartmannDer Nissan Leaf verfügt heute schon über ein AVAS.Das Geräusch selbst muss mit dem eines mit einem Verbrennungsmotor ausgestatteten Fahrzeugs der gleichen Klasse vergleichbar sein, heißt es Genauso klingen wie ein Benziner oder Diesel soll es aber auch nicht. Womit auch der Traum eines jeden Fiat 500-Fahrers von einem Cityflitzer mit sattem V8-Sound zerplatzt. Musikstücke dürfen es ebenfalls nicht sein.Wie schon die Designs der Karosserien sollen sich auch die Designs der AVAS-Klänge von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. „Schließlich klingt im Moment ein BMW auch anders als ein Mercedes oder ein Porsche – das soll bei den E-Autos ebenfalls so sein“, erklärt Hugo Fastl, Professor am Lehrstuhl für Mensch-Maschine-Kommunikation an der Technischen Universität München (TUM). In Zukunft wird es demnach wieder einfacher, ein Fahrzeug an seinem Klang zu erkennen.

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