Elektromobilität: So tickt die “Generation E”

Wie tickt die "Generation E"? Must read!

Demnach legt das Kaufinteresse an Elektroautos in Deutschland kontinuierlich zu – 41 Prozent der Befragten können sich inzwischen vorstellen, sich als nächstes Auto einen Stromer zuzulegen. Vor zwei Jahren waren es nur 30 Prozent der Befragten.

Der Anteil der E-Mobilverweigerer sank im gleichen Zeitraum von 26 auf 20 Prozent. Wenn sie das Kaufinteresse jetzt auch noch in einen Kaufvertrag umsetzen, sollte das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2022 eine Million Elektroautos (Fahrzeuge mit Hybridantrieb inklusive) noch zu schaffen sein.

Und wie ticken die Vertreter dieser neuen "Generation E"? Auch darüber lieferte die Befragung interessante Erkenntnisse. Interessenten an der Elektromobilität – auf zwei wie auf vier Rädern – sind mit 44 Jahren immerhin im Schnitt vier Jahre jünger als die "Petrol-Heads", die Freunde klassischer Antriebsformen. Sie sehen die Dieseltechnik als veraltet an, ernähren sich bewusster (52 Prozent zu 40 Prozent) – und zählen zum so genannten "visionären Milieu", nehmen also intensiv an Diskussionen über die Zukunft nicht nur der Mobilität, sondern der Gesellschaft insgesamt teil.

Jung, urban, gesundheitsbewusst und intelligent – noch stärker ausprägt sind diese Eigenschaften bei den Freunden der Marke Tesla. Und was die Verantwortlichen der Marke noch mehr freuen dürfte: Tesla baut in Deutschland in der Wahrnehmung der Autokäufer seine Position als führende Marke der Elektromobilität aus. Für immerhin 61 Prozent der Befragten ist Tesla klar die Nummer 1 unter den Herstellern von Elektroautos. BMW und Toyota folgen mit deutlichem Abstand auf den Plätzen zwei und drei.

Kurios allerdings: Die meisten Elektroautos verkaufen derzeit in Deutschland Nissan und Renault – im Ranking der Befragung rangieren beide Hersteller indes noch hinter Volkswagen, Audi und Mercedes. Hier scheint also noch Kommunikationsbedarf zu bestehen. Am stärksten in der Wertschätzung verloren hat in dem Punkt übrigens Opel: Die unglückliche Vermarktung des Opel Ampera-e hinterlässt Spuren.

Aber auch die Vertreter der Generation E sind Gewohnheitsmenschen: Ihr Elektroauto möchte die klare Mehrheit der Befragten (76 Prozent) weiter wie bisher an der Tankstelle laden. Die Aussage dürfte etwa den Mineralölkonzern Shell in seiner Entscheidung bestärken, in den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu investieren. Der Konzern hat sich am Schnellladenetz Ionity beteiligt und hat zusammen mit dem Infrastrukturbetreiber Allego zu Testzwecken an einigen Tankstellen Ladesäulen installiert.

Parkhäuser und Raststätten sind bei der Frage nach den perfekten Ladeorten die zweite und dritte Wahl – neben dem Ladeplatz daheim und am Arbeitsplatz. für Ladeplätze am Fußballstadion sehen die meisten Befragten hingegen keinen großen Bedarf. Bei knapp zwei Stunden Aufenthalt dort rechnet es sich meist nicht, das Auto anzustöpseln, wenn der Strom – wie an den meisten innerstädtischen Stationen – nur mit einer Stärke von 22 Kilowatt fließt.

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Quelle: edison.handelsblatt.com