Elektromobilität: Szenarien für den Markthochlauf der E-Mobilität in Europa

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Das Center of Automotive Management (CAM) der Fachhochschule Bergisch Gladbach hat Szenarien für den Markthochlauf der Elektromobilität in Europa bis zum Ende des Jahrzehnts erstellt. 2030 kann der Neuzulassungsanteil von Elektrofahrzeugen (EVs) demnach unter günstigen Rahmenbedingungen auf bis zu 90 Prozent steigen.

Für das Jahr 2030 ist laut dem CAM vor dem Hintergrund verschärfter Klimaschutzregeln und bereits erlassener Zulassungsverbote für Verbrenner in einigen Ländern mit einer weiteren deutlichen Erhöhung des globalen EV-Marktanteils zu rechnen. Zur Abschätzung des Marktes in Europa wurden drei Szenarien erstellt, die sich im Hinblick auf die Geschwindigkeit des Hochlaufs unterscheiden. Im schnellen Szenario, das einen sehr dynamischen EV-Markthochlauf modelliert, steigt der EV-Marktanteil in Europa im Jahr 2030 auf 90 Prozent. Rund 81 Prozent der gesamten europäischen Pkw-Neuzulassungen entfallen auf BEV, knapp 9 Prozent wären Plug-in-Hybride. Für den Gesamtmarkt in Europa wird für das Jahr 2030 in allen Szenarien von 15,5 Millionen Neuzulassungen ausgegangen. Durch den EV-Marktanteil von 90 Prozent ergibt sich der CAM-Prognose nach ein absoluter Absatz von etwa 14 Millionen elektrischen Fahrzeugen (EVs), die sich aus 12,6 Millionen batterieelektrischen und 1,4 Millionen plug-in-hybriden Fahrzeugen zusammensetzen.
Diese Entwicklung sei vor allem den ambitionierten regulatorischen Vorgaben, stark sinkenden Batteriepreisen sowie der sehr gut ausgebauten Ladeinfrastruktur geschuldet, erklären die Studienautoren. Daraus resultiere, dass sich das BEV-/PHEV-Verhältnis unter den EV deutlich in Richtung der nachhaltigeren und kostengünstigeren batterieelektrischen Fahrzeuge entwickele. Demzufolge liege das BEV-/PHEV-Verhältnis unter den EVs in diesem Szenario bei 90:10 zugunsten der BEV.

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Quelle: ecomento.de