Elektromobilität: Volkswagen plant Großserienproduktion von Feststoff-Akkus

Volkswagen hat die geplante Anteilserhöhung an QuantumScape abgeschlossen und schafft damit die Voraussetzungen für die Großserienproduktion von Feststoff-Akkus.

Volkswagen ist nun größter automobiler Anteilseigner und übernimmt auch einen Sitz im Aufsichtsrat. Darüber hinaus haben die Wolfsburger und QuantumScape wie angekündigt ein Joint Venture gegründet, um die Entwicklung von Feststoffbatterien auf den Weg zu bringen. Das Kontrollgremium CFIUS hat die Transaktion genehmigt. Bei dem kalifornischen Unternehmen mit Sitz in San José handelt es sich um eine Ausgründung der Stanford University, das über 200 Patente und Patentanträge im Bereich der Feststoff-Batteriezelltechnologie hält. Volkswagen hielt bisher fünf Prozent der Firmenanteile. Wie viele es jetzt sind, wird nicht benannt.
Klar ist dagegen, dass die Partner die Errichtung einer Produktionsanlage für Feststoffbatterien bis 2025 anstreben. Da der Volkswagen-Konzern bis 2030 für jedes seiner derzeit 300 Modelle eine elektrifizierte Alternative anbieten will, „ist die Erprobung dieser Batterietechnologie ein wichtiger Schritt“, heißt es in einer Mitteilung des Autobauers. Frühe Entwicklungsstufen der QuantumScape-Feststoff-Batterien hat Volkswagen in Deutschland bereits für „automobile Leistungsanforderungen“ getestet.
„Die Feststoffbatterie wird eine Wende bei der Elektromobilität markieren“, gab sich Axel Heinrich, Leiter der Volkswagen Konzernforschung, bereits im Juni optimistisch, als die Pläne zur Anteilsaufstockung bekannt wurden. „Mit der Erhöhung unserer Anteile an QuantumScape und der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens verstärken und vertiefen wir unsere strategische Zusammenarbeit mit einem innovativen Partner und sichern Volkswagen den Zugang zur vielversprechenden QuantumScape-Batterietechnologie.“

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