Elektromobilität: VW setzt auf E-Autos mit Emotion und Dynamik

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VW-Entwicklungschef Thomas Ulbrich hat einen spannenden Ausblick auf die Elektrostrategie bei Volkswagen. Lesen!

Die VW-Modelloffensive geht indes weiter: Das sportliche Elektro-SUV ID.5 soll mit seiner coupéhaften Form weitere Kunden locken. In China wird im Herbst dieses Jahres zudem der nochmals geräumigere ID.6 in den Schauräumen der Händler stehen. Und in Europa soll spätestens 2024 mit dem sogenannten Aero B ein Shooting Brake die Position des Wolfsburger Autobauers stärken, was dem Sympathieträger Elektrobulli (ID.Buzz) spätestens 2023 sicher gelingen wird. 
Ein ganz anderes Klientel spricht das „Small BEV“ an, das für etwa 25.000 Euro zu haben sein wird. Dieser Stromer im Polo-Format war ursprünglich für 2027 geplant und soll jetzt schon 2025 auf den Markt kommen, deuten die VW-Manager an. VW ist spät dran und spürt den Druck der Konkurrenz – Renault mit der Zoe und die Stellantis-Gruppe mit dem Fiat 500e, dem Opel Corsa-e und dem Peugeot e-208 geben in dem Segment derzeit den Ton an.
Volkswagen ID.2 Mit einem kompakten Stromer im Polo-Format will Volkswagen erst ab 2025 Renault Zoe und Opel Corsa-e Konkurrenz machen. Produziert werden soll das Modell bei Seat in Martorell. Computerretusche: Bernhard ReichelAuch wenn für Thomas Ulbrich damit die „Preis-Wippe zwischen Verbrennern und Elektrofahrzeugen kippt“ und die Niedersachsen mit dem kleinen Stromer seiner Ansicht nach nicht in Preisregionen vorstoßen, die aktuell bei Elektrofahrzeugen nur schwer möglich sind, schaffen andere wie Dacia mit dem E-Crossover Spring Electric, der für gut 20.000 Euro zu haben ist, schon jetzt Fakten. Um die kostenbewussten Elektromobilisten zu überzeugen, wird der neue E-Floh einiges an Reichweiten-Vorteilen und eine ausgereifte Technik zu bieten müssen.

Unter der Hülle soll jedenfalls noch einiges passieren, deutet Ulbrich an. „Der MEB ist im Moment noch zu konventionell“, sagt er. Updates over the Air, also per Funk, sollen schon bald neue Funktionalitäten bringen – aber auch die Performance der Elektroautos weiter verbessern. Auch an der Ladesäule. Aktuell können ID.3 und ID.4 an öffentlichen Schnellladestellen Gleichstrom mit maximal mit 125 kW ziehen. Schon bald sollen laut Ulbrich Ladeleistungen von bis zu 250 kW möglich sein. Und bis spätestens Mitte des nächsten Jahres sollen die Elektromobile aus Wolfsburg auch bidirektionales Laden beherrschen, also den im Akku gespeicherten Strom zumindest wieder ins Hausnetz speisen können. Ulbrich: „Mit einem ausgetüftelten Batteriemanagement will VW der berechtigten Sorge vieler Kunden, dass beim Laden und Entladen die Akkus altern, entgegenzuwirken.“ Außerdem sollen Software-Updates auch die Reichweite der Stromer verbessern.

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